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„Blitz-Marathon“ gegen Raser: Autofahrer umsichtiger unterwegs - Abzocke-Vorwürfe

„Blitz-Marathon“ gegen Raser: Autofahrer umsichtiger unterwegs - Abzocke-Vorwürfe

Dresden. Sachsens Autofahrer haben sich auf den am Donnerstag gestarteten bundesweiten „Blitz-Marathon“ eingestellt. „Die Verkehrsteilnehmer waren umsichtiger als sonst unterwegs“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Nachrichtenagentur dpa in Dresden.

An knapp 90 Stellen im Freistaat hatte die Polizei Rasern den Kampf angesagt. Schwerpunkt waren am Morgen Kontrollen an Schulen, wo in dieser Woche ohnehin die „Blitz für Kids“-Kampagne läuft, bei der Beamte zusammen mit Kindern zu schnellen Autofahrern die gelbe Karte zeigen.

Die Kontrollen waren damit Teil der bundesweiten Aktion, mit der knapp 15.000 Polizisten an mehr als 8600 Stellen bis Freitagmorgen Raser ausbremsen wollen. Alle 16 Länder beteiligen sich. Die Idee stammt aus Nordrhein-Westfalen, wo bereits viermal landesweit kontrolliert wurde. Auch in den anderen Bundesländern waren am Donnerstag positive Zwischenbilanzen gezogen worden.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Niedersachsens Ressortchef Boris Pistorius, hat den bundesweiten Blitzer-Tag gegen Abzocke-Vorwürfe verteidigt. Wegen zu hoher Geschwindigkeit würden in Deutschland jedes Jahr mehr Menschen im Straßenverkehr sterben, „als in rund zehn Großflugzeuge passen“, sagte Pistorius der „Bild“-Zeitung. Daher gehe es bei der Aktion am Donnerstag nicht um Abzocke, sondern um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer.

Auch der ADAC hält die Maßnahme für sinnvoll, um die Zahl der Verkehrstoten von 3600 (2012) weiter zu senken - zumindest, wenn die Polizisten die Temposünder direkt auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen. In NRW, wo es ja schon mehrere Blitzertage gab, ist die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten seit 2012 außerdem überdurchschnittlich stark gesunken.

Kritiker wie der Verein „Mobil in Deutschland“ sind der Meinung, dass es beim Blitz-Marathon nur darum geht, die Staatskasse zu füllen. Auch der hessische FDP-Justizminister Jörg-Uwe Hahn schimpfte: „Dies ist Volkserziehergehabe, wie es in autoritären Staaten üblich sein mag.“

dpa

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