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Bomben auf früherem Truppenübungsplatz in Sachsen gesprengt

Bomben auf früherem Truppenübungsplatz in Sachsen gesprengt

Ein Expertenteam der Polizei hat am Donnerstag auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Zeithain (Landkreis Meißen) Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gezielt gesprengt.

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Der Kampfmittelbeseitigungsdienst - hier bei einem Einsatz auf einer Baustelle in Leipzig - sprengte kontrolliert Bomben auf einem Truppenübungsplatz (Archivbild).

Quelle: André Kempner

Dresden. Sie waren auf dem dortigen Gelände gefunden worden. Die Fachleute gehen davon aus, dass sie in Zeithain noch etwa 20 Jahre fündig werden.

„Pro Jahr werden von uns ein bis zwei groß angelegte Sprengungen vorgenommen. Gerade Zeithain bietet ein regelrechtes Sammelsurium an Bomben und Munition, die sich hier seit mehr als 260 Jahren angehäuft haben“, sagte Randi Friese von der Landespolizeidirektion Zentrale Dienste, am Donnerstag.

Der Truppenübungsplatz kann auf eine lange Historie zurückblicken. 1730 wurde er als Übungsplatz für die Artillerie der Königlich-Sächsischen Armee unter August dem Starken (1670-1733) errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs testete die Wehrmacht dort neue Waffen. Nach Kriegsende war Zeithain bis 1992 einer der größten Standorte der Sowjetarmee, seit 1998 wird das Areal für eine zivile Nutzung vorbereitet.

Der sogenannte „Kampfmittelbeseitigungsdienst“ gehört zur Landespolizeidirektion Zentrale Dienste. Die Vernichtung und Entsorgung von Fundmunition ist allein den 25 Fachleuten der Spezialeinheit vorbehalten. Vor allem Bauträger sind immer wieder auf deren Dienste angewiesen. Noch heute werden Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg bei Baggerarbeiten gefunden. In diesem Jahr kam das Team unter anderem beim Bau der Dresdner Waldschlösschenbrücke zum Einsatz.

Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht, dass die Anzahl der Funde von Jahr zu Jahr variiert. „Es lassen sich bisher keine klaren Tendenzen abzeichnen“, sagte Pressesprecher Jürgen Scherf. 2010 wurden bei zirka 1100 Einsätzen exakt 63 Sprengbomben, 244 Brandbomben, 104 316 Granaten, 220 Minen und 2436 Waffen gefunden. Frühere Militärgelände und Flächen ehemaliger Munitionsfabriken gehören zu den aktuellen Arbeitsschwerpunkten der Spezialeinheit.

dpa

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