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Brandanschlag auf Wohnhaus: Rechtsextremist wegen versuchten Mordes vor Gericht

Brandanschlag auf Wohnhaus: Rechtsextremist wegen versuchten Mordes vor Gericht

Wegen eines Brandanschlages auf ein linkes Wohnprojekt muss sich seit Donnerstag ein 21-jähriger Rechtsextremist vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Ihm wird versuchter Mord in zehn Fällen vorgeworfen.

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Wegen eines Brandanschlages auf ein linkes Wohnprojekt muss sich ein 21-jähriger Rechtsextremist in Dresden verantworten. Er sitzt seit Anfang des Jahres in Untersuchungshaft.

Quelle: dpa

Dresden. Er soll am frühen Morgen des 24. August 2010 eine mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Bierflasche durch ein geöffnetes Fenster im zweiten Stock des Hauses geworfen haben. Dabei habe er den Tod der zehn Bewohner, darunter auch drei Kleinkinder, bewusst in Kauf genommen, heißt es in der Anklage. Einer der Bewohner entdeckte den Brandsatz jedoch sofort und konnte ihn löschen.

„Entsetzen und Angst unter den Bewohnern waren groß“, sagte Marianne Thum von der Dresdner Opferberatung. „Wäre der Brandsatz in ein Zimmer gefallen, in dem eines der Kinder schlief, hätte man sich die Auswirkungen kaum vorstellen können.“

Als Grund für den Anschlag nannte die Staatsanwaltschaft die politische Ausrichtung des Angeklagten. Nach Angaben der Opferberatung stammt dieser aus der Neonazi-Szene. Zum Zeitpunkt der Tat war der Dresdner 20 Jahre und neun Monate alt. Eine Kammer muss deshalb entscheiden, ob noch das Jugend- oder bereits das Erwachsenenstrafrecht  greift. Nach Erwachsenenstrafrecht droht dem Mann eine lebenslange Freiheitsstrafe, nach Jugendstrafrecht bis zu zehn Jahren Haft.

Das Gericht hat sechs Verhandlungstermine angesetzt. Die Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen. Bisher hat der Angeklagte noch nicht gestanden. Er sitzt seit Anfang des Jahres in Untersuchungshaft.

dpa

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