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Brandstifter zünden Einsatzfahrzeuge der Polizei in Dresden an

Anschlag Brandstifter zünden Einsatzfahrzeuge der Polizei in Dresden an

In der Nacht zum Sonntag haben Unbekannte in Dresden drei Autos der Polizei angezündet. Die Fahrzeuge wurden zerstört. Die Beamten gehen davon aus, dass der Anschlag im Zusammenhang mit dem Großeinsatz in Dresden steht.

Nachdem der erste Tag der Einheitsfeier aus Sicht der Polizei ruhig verlaufen ist, hatten es die Beamten in der Nacht zum Sonntag mit Brandstiftern zu tun.

Quelle: Roland Halkasch

Dresden.  Nachdem der erste Tag der Einheitsfeier aus Sicht der Polizei ruhig verlaufen ist, hatten es die Beamten in der Nacht zum Sonntag mit Brandstiftern zu tun. Auf einem Parkplatz am „Plaza Hotel“ an der Königsbrücker Straße, nahe der Kreuzung mit der Stauffenbergallee, haben Unbekannte drei Einsatzfahrzeuge der Beamten angezündet. Die Autos wurden völlig zerstört, es gab aber keine Verletzten, teilte Polizeisprecher Thomas Geithner mit.

In der Nacht zum 2. Oktober wurden in Dresden mehrere Polizeifahrzeuge angezündet.

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Kurz vor 1 Uhr informierte die Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr die Polizei über einen Pkw-Brand an dem Hotel. Besonders heftig hat es dabei einen 5er BMW der sächsischen Bereitschaftspolizei getroffen. Der Motorraum war ausgebrannt. Auch ein daneben stehendere Mercedes Vito, ebenfalls ein Auto der Bereitschaftspolizei aus Sachsen, und ein daneben geparkter VW T5 von Beamten aus Sachsen-Anhalt sind nicht mehr einsatzbereit. Bei diesen zwei Fahrzeugen standen ebenfalls die Frontpartien in Flammen. Der Sachschaden beträgt mehrere 10.000 Euro.

Erste Ermittlungen haben ergeben, dass Brandstifter am Werk waren. Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Tat aus und sehen auch einen Zusammenhang zum aktuellen Polizeieinsatz anlässlich des Tages der Deutschen Einheit. Ein Bekennerschreiben liegt bislang nicht vor.

Eineinhalb Stunden nach dem Brand rief ein Anwohner der Friedensstraße (Leipziger Vorstadt) bei den Beamten an und teilte ihnen mit, dass mehrere Unbekannte Graffitis an Wände sprühen. Vor Ort fand die Polizei mehrere Schmierereien, darunter auch den Schriftzug „ganz Dresden hasst die Polizei“. In der Nähe griffen sie einen 20-Jährigen aus Dresden auf. Er steht im Verdacht, an den Schmierereien beteiligt gewesen zu sein und muss sich nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung verantworten. Weil beide Tatorte nur etwa 2,5 Kilometer voneinander entfernt liegen und weil die Aussage des Schriftzugs zum Brandanschlag auf die Polizeifahrzeuge passt, prüfen die Ermittler auch einen möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen.

Am Sonnabendmorgen gegen 8 Uhr, also noch vor dem Beginn des Bürgerfestes im Stadtzentrum, hat die Polizei auf dem Altmarkt einen Vermummten mit einer Eisenstange erwischt. Als die Beamten den 33-Jährigen ansprachen, beleidigte er sie. Er wurde festgenommen. Ein Drogentest ergab, dass der Mann unter Rauschgifteinfluss stand. Der Test zeigte an, dass er Cannabis genommen hatte. Weshalb der 33-Jährige vermummt war und eine Eisenstange bei sich hatte, ist noch nicht bekannt.

Gegen 18 Uhr fand auf dem Albertplatz eine Demonstration statt, die nicht in der vom Ordnungsamt der Stadt erstellten Liste von Protesten und Aufzügen rund um den 3. Oktober stand. Etwa zwei Dutzend Menschen beteiligten sich daran. „Von Dresden bis Aleppo unsere Solidarität gegen Kriege“ war das Motto der Versammlung, die kurz nach 19 Uhr endete.

Zwei weitere Polizeieinsätze zeigen, wie hoch die Sensibilität in Sicherheitsfragen derzeit in Dresden ist. So wurde am Sonnabend gegen 14 Uhr eine verdächtige Tasche in einem Mülleimer an der St. Petersburger Straße entdeckt. Polizeibeamte sicherten den Bereich zunächst ab und untersuchten das Corpus Delikti. Dabei stellte sich schnell heraus, dass von der Tasche keine Gefahr ausging – sie war leer. Außerdem fanden Einsatzbeamte gegen 16 Uhr ein Fahrrad in einem Gebüsch an der Pillnitzer Straße. Da aus dem Rahmen verdächtige Drähte ragten, wurden Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen angefordert. Sie untersuchten das Rad und konnten später Entwarnung geben.

Von Christoph Springer

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