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Demos in Pirna, Kamenz und Radebeul verlaufen friedlich - NPD-Tross auf A4 gestoppt

Demos in Pirna, Kamenz und Radebeul verlaufen friedlich - NPD-Tross auf A4 gestoppt

60 Menschen haben am Freitagvormittag in Pirna friedlich gegen eine NPD-Kundgebung demonstriert. Die Gegendemonstranten hatten auf dem Dohnaischen Platz ihren Unmut gegen die zu einer landesweiten NPD-Aktionstour gehörende Veranstaltung lautstark aber friedlich zum Ausdruck gebracht.

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Rund 70 Pirnaer haben am Freitag gegen die NPD demonstriert.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna/Kamenz/Radebeul. Laut Polizei waren etwa 45 Personen aus dem rechtspolitischen Lager aufgezogen, um gegen eine angebliche Islamisierung Sachsens zu demonstrieren. Gewaltsame Zwischenfälle, wie sie sich am Vortag in Dresden ereignet hatten, blieben in Pirna aus.

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Pirna/Radebeul. Mehrere hundert Menschen haben am Freitag in Pirna, Kamenz und Radebeul friedlich gegen NPD-Kundgebungen demonstriert. Anlass war eine landesweite "Aktionswoche" der rechtsextremen Partei. In Radebeul trafen die NPD-Vertreter am Freitagabend mit Verspätung ein. Der Tross war auf der Autobahn A4 zum Stehen gebracht worden.

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Einem bürgerlichen Bündnis aus Parteien, Vereinen, Verbänden und Gewerkschaften, in das sich auch Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) einreihte, ist es dagegen gelungen, mit einer konstruktiven Aktion gegen Rechtsextremen zu setzen. Gemeinsam hatten sie einen Spendenaufruf für Asylbewerber verfasst. Insgesamt 800 Euro haben sie bis Freitagmittag eingesammelt. Mit dem Geld soll unter anderem Schulmaterial für den Deutschunterricht für Asylbewerber bezahlt werden.

Auch in Kamenz sind Gegendemonstration und NPD-Kundgebung am Freitagnachmittag friedlich zu Ende gegangen. In der Lessingstadt traten den laut Polizei 30 Rechtsextremen auf einem Parkplatz an der Kreuzung Hans-Grade-Straße und Macherstraße in Sichtweite des örtlichen Asylbewerberheimes etwa 120 Menschen entgegen. Das breite Bündnis aus Parteien, Vereinen und Verbänden hatte sich zu einer Menschenkette formiert. Die Polizei war mit etwa 70 Beamten im Einsatz.

NPD verspätet sich nach Vorfall auf A4

Friedlich und ohne Zwischenfälle sind am Freitagabend auch in Radebeul die Proteste gegen die sachsenweite Kampagne der NPD verlaufen. Mit Trillerpfeifen, Kerzen und Musik protestierten mehr als 250 Menschen an der Kreuzung Kötitzer Straße/ Friedrich-List-Straße gegen die zeitgleich dort stattfindende Demonstration der NPD von Sachsen. Die Veranstalter vom eigens dazu vor einer rund Woche gegründeten Bündnis Buntes Radebeul zeigten sich zufrieden.

Unter den Teilnehmern der Mahnwache waren Rentner, Schüler, Familien mit Kindern, Künstler sowie Radebeuler Stadträte. Auch Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) nahm an der von den Grünen angemeldeten Aktion teil. Sie bildeten zudem eine Menschenkette und machten mit Transparenten gegen Rassismus mobil. Die „Nazis raus“-Rufe der Demonstranten übertönten die Parolen auf der anderen Straßenseite.

Der Verkehr in dem Bereich wurde kaum behindert. Jedoch gab es im Vorfeld der Proteste einen Vorfall auf der A4 in Richtung Radebeul. Deshalb traf der Tross mit NPD-Vertretern auch erst mit über einer Stunde Verspätung ein. Sie waren zuvor in Kamenz, bei einer weiteren Kundgebung. Die Polizei bestätigte, dass sich bei dem Vorfall Autos vor den NPD-Tross geschoben und ihn zum Stoppen gebracht hätten. In der Folge habe es vor Ort eine verbale Auseinandersetzung gegeben. Laut Polizei gab es keine Verletzten.

uh / Stephan Klingbeil

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