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Deutsche und Polen stellen Schleuserbande - Syrer eingepfercht

Erfolg gegen den Menschenhandel Deutsche und Polen stellen Schleuserbande - Syrer eingepfercht

Schlag gegen den Menschenhandel: Polizisten aus Deutschland und Polen haben eine grenzüberschreitende Schleuserbande hochgenommen, die Syrer auf engstem Raum eingepfercht in Lastwagen oder Autos über die Grenze nach Mitteldeutschland gebracht hatte.

Der Polizei ist ein Schlag gegen Schleuser gelungen. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Erfolgreiche deutsch-polnische Ermittlungsarbeit: Beamte der Bundespolizei Pirna und des polnischen Grenzschutzes haben jetzt eine international agierende Schleuserbande hochgenommen. Den Mitgliedern der Bande wird vorgeworfen, in mehr als 15 Fällen 348 vorwiegend Syrer über Ungarn, die Slowakei und Polen nach Deutschland geschleust zu haben. "Und das zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen", sagte am Freitag Markus Pfau, Chefermittler der Bundespolizei für Mitteldeutschland. Die Syrer wurden auf engstem Raum eingepfercht in Lastwagen oder PKW über die Grenze gebracht.

Insgesamt habe man 18 Monate lang ermittelt. Auf deutscher Seite seien Ende des vergangenen Jahres sieben Objekte in fünf Bundesländern durchsucht worden. Dabei habe man einen Ägypter festgenommen, dessen Verfahren zwischenzeitlich aber eingestellt worden sei. Insgesamt waren 150 Einsatzkräfte der Bundespolizei an den Durchsuchungen beteiligt.

"Aufgrund der Ermittlungen in Deutschland konnten umfangreiche Haftbefehle gegen die vorwiegend von Polen  aus agierende Bande erwirkt und vollstreckt werden", erklärte Pfau weiter. Die polnischen Kräfte nahmen daraufhin Ende Juni dieses Jahres bei der Durchsuchung von zwölf Objekten zehn Personen fest. In Polen liefen die Verfahren gegen die Bandenmitglieder noch. Nach einem 35-jährigen Nordafrikaner wird laut Angaben von Pfau europaweit gefahndet. Der Mann steht im Verdacht, von Budapest aus die Aktivitäten der Bande gesteuert zu haben.

Erst die Novelle des deutsch-polnischen Polizeivertrages von 2015 ermögliche solche gemeinsamen Aktionen, sagte  Jörg Baumbach, Präsident der Bundespolizeidirektion in Pirna. Er lobte die erste derartige gemeinsame operative Zusammenarbeit, sprach von einem Erfolg. Daran werde man auch in Zukunft festhalten, so Baumbach weiter.

Andreas Dunte

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