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Durchsuchungen nach Ausschreitungen in Berlin - Zwei Wohnungen in Eilenburg im Visier

Durchsuchungen nach Ausschreitungen in Berlin - Zwei Wohnungen in Eilenburg im Visier

Eine gewaltsam ausgegangene Demonstration von Rechtsextremisten am 14. Mai in Berlin hat ein Nachspiel. Seit dem frühen Mittwochmorgen durchsuchte die Polizei insgesamt fünf Wohnungen  von Verdächtigen in Berlin, teilte die Polizei mit.

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Im Bereich Windmühlenstraße hat die Polizei in Eilenburg eine Wohnnung im Zusammenhang mit rechtsextremen Ausschreitungen durchsucht.

Quelle: Heike Liesaus

Berlin. Im Mittelpunkt stehe eine Wohnung in der Volkradstraße in Friedrichsfelde. Außerdem würden drei Wohnungen in Sachsen, zwei in Thüringen sowie jeweils eine in Brandenburg und Sachsen-Anhalt durchsucht.

"In Sachsen waren wir in Eilenburg und Chemnitz vor Ort", sagte Berlins Polizeisprecher Martin Otter gegenüber LVZ-Online. In Eilenburg seien zwei Unterkünfte im Stadtzentrum und im Osten der Stadt durchsucht worden. Dabei hätten die Beamten auch einen 18 Jahre alten und ein 21 Jahre alten Mann befragt. Haftbefehle, so Otter, sind aber nicht beantragt worden. Die Männer sei nur fotografiert worden.

An allen Orten sei bei der Polizeiaktion zahlreiches Beweismittel sicher gestellt worden. Dabei handele es sich um Bekleidung, Unterlagen, Bild- oder Videomaterial und Computer. Gefunden wurden aber auch Sturmhauben, Quarzhandschuhe und Teleskopschlagstöcke.

Ermittelt wird gegen zwölf Männer wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Im Zuge einer Demonstration von Rechtsextremisten am 14. Mai in Berlin sollen die Tatverdächtigen gewalttätig geworden sein sollen.

Bei den Ausschreitungen zwischen Rechts- und Linksextremisten waren in Kreuzberg 36 Polizisten verletzt worden.  Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hatte „das erschreckende Maß an brutaler Gewalt“ der Rechtsextremisten verurteilt und Konsequenzen angekündigt. Auf die Spur der mutmaßlichen Schläger sind die Beamten laut Otter durch die Auswertung von Polizeivideos und Zeugenaussagen gekommen.

Kritik an der Razzia kommt von der Landtagsfraktion der Linken im Sächsischen Landtag. „Während im Fall der antifaschistischen Demonstrationen in Dresden am 19. Februar gegen die Teilnehmenden faktisch ein Generalverdacht ausgesprochen worden ist, erfolgen polizeiliche und juristische Maßnahmen gegen gewalttätige Neonazis zögerlich und halbherzig“, erklärte Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik.

Von den 144 Teilnehmern der Berliner Demonstration reisten mehr als 20 aus Sachsen an. Sie stammten aus Orten, in denen das neonazistische Freie Netz besonders aktiv sei. Eine Reihe der Kader, darunter ein Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion aus Leipzig sowie ein Funktionär der Jungen Nationaldemokraten aus Sachsen, seien identifiziert worden, berichtete Köditz weiter.

Matthias Roth/dpa

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