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Dynamo Dresden zeigt sich ratlos: Keine Patentlösung gegen Gewalt

Dynamo Dresden zeigt sich ratlos: Keine Patentlösung gegen Gewalt

Beim Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden ist man angesichts der Gewaltausbrüche von Teilen der Anhängerschaft beim DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund am Dienstagabend (0:2) ratlos.

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Im Stadion zündeten die Fans von Dynamo Dresden zum Anpfiff des DFB-Pokalspiels gegen Borussia Dortmund Pyrotechnik. Vor dem Spiel hatte es vor dem Stadion massive Ausschreitungen gegeben.

Quelle: dpa

Dresden. „Das, was abseits des Platzes passiert ist, macht mich einfach nur traurig. Wir haben wieder ein enorm schlechtes Bild abgegeben. Ich habe gedacht, dass wir da schon einmal einen Schritt weiter waren. Ich bin mächtig enttäuscht darüber. Das Image haben wir uns damit mal wieder deutschlandweit versaut und es regt zum Nachdenken an“, sagte Präsident Andreas Ritter.

Gewaltbereite Dresdner Zuschauer hatten vor und nach dem Spiel Schlägereien außerhalb des Stadions angezettelt und während der Partie mehrfach Feuerwerkskörper gezündet. Das führte zu drei Spielunterbrechungen. In einer ersten Bilanz resümierte die Polizei 17 Verletzte, davon zwei Beamte, 15 Festnahmen und 17 Strafanzeigen. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist tätig geworden. „Der Kontrollausschuss hat die Ermittlungen aufgenommen“, sagte DFB-Medienchef Ralf Köttker am Mittwoch. Dresden droht eine empfindliche Strafe, denn die Anhänger des Vereins gelten als Wiederholungstäter. Im bisherigen Saisonverlauf musste Dynamo wegen verschiedener Fan-Delikte 27 000 Euro Strafe zahlen.

Besonders beim Einsatz von Pyrotechnik gab es seitens der Dresdner nur Kopfschütteln. Bislang unterstützte der Verein die Fan-Kampagne „Emotionen respektieren - Pyrotechnik legalisieren“. Diese sieht jedoch vor, auf Böller und Raketen zu verzichten. Nach den Dortmunder Vorkommnissen rückt Dynamo nun davon ab. „Ich glaube nicht, dass es ein Fehler ist, die Kampagne zu unterstützen. Wenn Pyrotechnik gezündet wird, sollte es nur in einem bestimmtem Rahmen passieren und von Fachleuten überwacht werden, so dass niemand zu Schaden kommt. Was passiert ist, war einfach nur gefährdend, ist absolut nicht tolerierbar und zerstört das vertrauensvolle Miteinander. Daher haben wir uns entschlossen von der weiteren Unterstützung der Kampagne abzusehen!“, sagte Geschäftsführer Volker Oppitz.

Wie das Verhältnis des Vereins zu den Fans in Zukunft aussehen soll, ist unklar. „Ich glaube schon, dass wir viel tun und sehr viele Maßnahmen ergreifen, umso etwas zu verhindern, aber wir werden es nie schaffen in die letzten zwei Reihen. Wir werden weiter alles tun, um solche Vorfälle zu vermeiden. Es sind dann einzelne, die diese Taten begehen und ich weiß es nicht, wie wir es schaffen sollen, diese gewaltbereiten Leute zu stoppen“, erklärte Oppitz.

Seiner Meinung nach scheint die große Masse der wirklichen Fans das zu tolerieren. „Wir haben oft zusammengesessen und auch klar aufgezeigt,  welche Konsequenzen das für uns haben kann. Wir haben immer klar darauf hingewiesen, dass es für uns als Verein ein finanzielles und ein Imageproblem ist. Nach den Vorfällen müssen wir uns noch einmal intensiv hinterfragen, was wir zusätzlich tun können“, sagte der Geschäftsführer. Von den bisherigen Gesprächspartnern und Vertretern der Dresdner Fanszene erwartet Dynamo zeitnah eine klare Positionierung zu den bisherigen Vorfällen in der laufenden Zweitliga-Saison und speziell zu den Dortmunder Vorkommnissen.

Präsident Ritter betonte: „Wir müssen weiter mit den Fans arbeiten. Wir müssen die Fanarbeit weiter verstärken. Wir müssen schon in den Schulen aufklären und die Fanbetreuung weiter verstärken. Eine Patentlösung haben wir nicht, wir können nur weiter an die Vernunft appellieren.“

dpa

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