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Einbruchserie in Kindergärten im Osterzgebirge aufgeklärt – 50.000 Euro Gesamtschaden

Einbruchserie in Kindergärten im Osterzgebirge aufgeklärt – 50.000 Euro Gesamtschaden

Die Polizei hat einen Serieneinbrecher geschnappt, der für zahlreiche Einbrüche in Kindergärten verantwortlich gemacht wird. Wie die Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen polizeibekannten 34-Jährigen.

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Quelle: Polizei

Dresden. Der Mann wurde bei einem erneuten Einbruch im Bereich Bischofswerda auf frischer Tat festgenommen und wegen einer weiteren offenen Haftstrafe in eine Brandenburger Justizvollzugsanstalt eingeliefert, wo er sich auch zur Zeit befindet.

Begonnen hatte die Diebestour am 23. April 2010 mit einem Einbruch in die Grundschule Glashütte. Der Täter hatte dort, wie bei seinen weiteren Beutezügen, durch das Aufbrechen von Türen und Schränken hohen Schaden hinterlassen. Mitgenommen hatte er damals einen Computer, USB-Sticks, einen CD-Spieler sowie Bargeld. Wenig später fand ein Mann einen Computer in einer Sporttasche auf einem Feld bei Reinhardtsgrimma und vermutete, dass es sich dabei um das Gerät aus der Schule handelt. Während die Tasche und zwei Decken darin tatsächlich daher stammten, war der Computer dem Einbruch nicht zuzuordnen.

Nach einer Auswertung des Gerätes im Landeskriminalamt Sachsen stellte sich heraus, dass das Gerät aus einem Einbruch in Lengefeld im Erzgebirge stammt. Auch dort war der Täter in einer Schule aktiv. Glashütte war nur der Anfang einer 13 Einzeltaten umfassenden Straftatenserie. Bis auf einen Fall, in dem der Täter ein Wochenendhaus aufgebrochen hatte, um darin zu schlafen und sich gleich zu bedienen, waren alle anderen Tatorte Schulen, Kindergärten oder staatliche Einrichtungen.

Spuren hinterließ der 34-Jährige ausreichend. Er sorgte trotzdem für Rätselraten bei den Ermittlern, weil er offenbar ständig zu Fuß unterwegs war. So auch bei seinem nächsten Einbruch im April, bei dem die Kindertagesstätte Schlottwitz heimgesucht wurde. Dort verschwand eine Digitalkamera. In der ersten Maiwoche 2010 holte sich der Einbrecher Geld und PC-Technik aus der Schule Lauenstein, dasselbe in zwei Kindertagesstätten an der Glashütter Straße in Reinholdshain.

Auch die Kita "Pusteblume" in Schmiedeberg und das "Zwergenland am Wilischrand" waren in den Folgetage betroffen. Wieder waren Geld und PC-Technik die Beute. Betroffene Schulen oder Kindergärten konnten aufgrund der erheblichen Schäden und der Tatortarbeit der Polizei teilweise nicht betreten werden.

Im Laufe der Ermittlungen geriet aufgrund der Schuhspuren zunächst ein junger Mann aus Dippoldiswalde ins Visier der Polizei. Die Alibiüberprüfung entlastete ihn jedoch. Der wahre Täter nahm sich zunächst eine mehrwöchige Auszeit und schlug Ende Juni 2010 erneut zu. Die Mittelschule Geising, die Kita Schmiedeberg, die Kita Pretzschendorf und Dorfhain sowie die Gemeindeverwaltung Höckendorf waren die Objekte, die er sich aussuchte. Er hinterließ einen Gesamtschaden von fast 50.000 Euro.

Weitere fünf Einbrüche im Raum Pirna gehen auch auf sein Konto. Schuhabdrücke und DNA-Vergleichsreihen überführten nun den Beschuldigten. Zwischen 1997 und 2004 war er in Sachsen mit der gleichen Masche unterwegs und hatte auch dabei großen Schaden angerichtet. Nach einer Verurteilung und Haft war er wieder auf freiem Fuß.

ra

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