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Ermittler suchen Ursache nach Windrad-Brand – Verband: Große Ausnahme

Ermittler suchen Ursache nach Windrad-Brand – Verband: Große Ausnahme

Nach dem spektakulären Brand eines großen Windrades in der Magdeburger Börde erforschen die Ermittler die Ursachen. Am Montag besichtigten sie das Generatorhaus, wie die Polizei in Haldensleben mitteilte.

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Die Feuerwehr kann nur zuschauen: Ein Windrad auf einem Acker im Bördekreis (Sachsen-Anhalt), rund 20 Kilometer westlich von Magdeburg ist am Sonntag in Flammen aufgegangen.

Quelle: dpa

Haldensleben. Der starke Sturm am Wochenende scheidet nach ersten Ermittlungen aus.

Beim Brand am Sonntag herrschte eine Windstärke von 7, das entspricht 50 bis 61 Stundenkilometer, wie Polizeisprecher Joachim Albrecht erläuterte. Bereits im September hatte es im Schwarzwald einen ähnlichen Brand eines Windrades gegeben. Solche Vorfälle sind nach Angaben des Branchenverbandes allerdings extrem selten.

Das Feuer war in dem Generatorhaus des Windrades in der Nähe von Wanzleben ausgebrochen. Dichter Qualm stieg auf, Teile der Anlage und ein Flügel fielen herunter. Die Feuerwehr konnte die Flammen in luftiger Höhe nicht löschen und sperrte das Gelände weiträumig ab. Die Polizei schätzte den Schaden auf 1,2 Millionen Euro.

„Das ist ein absoluter Ausnahmefall“, sagte der Sprecher des Bundesverbandes Windenergie, Wolfram Axthelm, in Berlin. Bundesweit gebe es inzwischen rund 26 000 Windkraftanlagen. Brände könnten aber auch nie ausgeschlossen werden. „Überall wo Elektrik ist, kann es mal eine Störung geben.“

Während die Türme für die Windräder häufig aus Stahl seien, befänden sich im Generatorraum oft Schmierstoffe und Kabel-Ummantelungen, die in Flammen aufgehen könnten. Zudem seien die Abdeckungen und Flügel häufig aus einem verleimten Glasfasermaterial, das bei großer Hitze auch brennen könne.

Gelöscht werden könnten solche Brände von der Feuerwehr nicht, sagte Axthelm. Allerdings könnten die Betreiber die Räder in modernen Anlagen per Fernwartung stoppen und würden über Veränderungen der Temperatur sofort informiert. Umstürzen könnten die Windräder bei einem Brand nicht. „Da fällt nichts um, wenn es oben brennt“, sagte Axthelm.

Die Polizei hatte die Anwohner am Sonntag aufgefordert, Türen und Fenster wegen möglicher giftiger Gase zu schließen. Eine befürchtete Gefahr habe sich aber nicht bestätigt, erklärte die Polizei nun.

Im Schwarzwald war im September ebenfalls bei einem Brand im Rotorgehäuse ein Flügel abgebrochen und aus 90 Metern Höhe auf den Boden gestürzt. Der Kunststoffflügel an der acht Jahre alten und fast 130 Meter hohen Anlage war 38 Meter lang und wog rund neun Tonnen.

dpa

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