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Ex-Frau erschossen – Prozessauftakt am Landgericht Mühlhausen gegen 63-Jährigen

Ex-Frau erschossen – Prozessauftakt am Landgericht Mühlhausen gegen 63-Jährigen

Nach tödlichen Schüssen auf seine Ex-Frau muss sich seit Montag ein 63-Jähriger vor dem Landgericht Mühlhausen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gefährliche Körperverletzung und Totschlag vor.

Mühlhausen. Er soll im April 2011 in Wiehe (Kyffhäuserkreis) nach einem Streit mit seiner geschiedenen Frau einen Revolver aus seinem Waffenschrank geholt und ihr zunächst in die linke Schulter geschossen haben. Danach soll er die 61-Jährige geohrfeigt und der Schwerverletzten aus kurzer Distanz in die linke Schläfe geschossen haben. Die Frau starb kurze Zeit später. Als Jäger sei er berechtigt gewesen, eine solche Waffe zu besitzen. Wegen einer krankhaft-seelischen Störung und einem Alkoholwert von 1,8 Promille geht die Staatsanwaltschaft von einer eingeschränkten oder aufhobenen Schuldfähigkeit aus.

Der Stiefbruder des Angeklagten soll nach dem ersten Schuss dazwischen gegangen sein und von ihm mit den Worten „Geh weg, sonst bist du der nächste“ bedroht worden sein. Am Tattag hatte der 63-Jährige mit dem Stiefbruder, dessen Lebensgefährtin und seiner Ex-Frau in einer Gartenanlage gefeiert. Die Frauen seien dann mit dem Auto und einem Hund zurück zum Haus gefahren, die Männer seien zu Fuß gegangen. Am Abend soll es dort zum Streit gekommen sein, aus einer Lappalie heraus: Die 61-Jährige soll nach Meinung des 63-Jährigen das Hoftor nicht schnell genug geöffnet haben, um ihn einzulassen. Danach soll er die Pistole aus dem Waffenschrank gegriffen und zu ihr mit den Worten „Was sollte das eben!“ angegriffen haben.

Seit dem psychiatrischen Gutachten Anfang September ist der 63-Jährige im Maßregelvollzug, davor saß er in Untersuchungshaft. Der Angeklagte hat zum Prozessauftakt angekündigt, sich zur Anklage zu äußern. Nach Angaben seines Anwaltes besitzt er seit mehr als 20 Jahren eine Waffenberechtigungskarte und einen Jagdschein. Der Prozess wird am 6. Oktober unter anderem mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt.

dpa

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