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Fast zwei Jahre Haft für Ausraster - Mann bedrohte Polizei mit Waffen

Fast zwei Jahre Haft für Ausraster - Mann bedrohte Polizei mit Waffen

Fünf Monate nachdem er sich mit Waffen auf einem Grundstück verschanzt hat, ist ein 46-Jähriger vom Dresdner Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden.

Dresden. Die Richter sahen Nötigung, unerlaubtes Führen einer Schusswaffe und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte als erwiesen an, gingen aber von eingeschränkter Schuldfähigkeit aus.

Wegen eines schweren Drogen- und Alkoholproblems soll der mehrfach vorbestrafte Mann auch in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden. Zudem muss er nun zusätzlich die vier Jahre Reststrafe wegen früherer Verurteilungen, unter anderem wegen Mordes, absitzen. Das Urteil ist rechtskräftig, der Angeklagte stimmte noch im Saal zu.

Der Großenhainer hatte im Mai in einem Ortsteil von Lampertswalde (Landkreis Meißen) seinen Schwager und dessen Sohn um Starthilfe für sein Auto gebeten. Als diese sich angesichts seines betrunkenen Zustands weigerten, verschanzte sich der Arbeitslose mit Armbrust, Luftgewehr und Schreckschusspistole auf dem Grundstück. Die Verwandten alarmierten die Polizei, rund 130 Beamte und Hundestaffel rückten an.

Alle Versuche der Kontaktaufnahme scheiterten, erst ein Spezialeinsatzkommando konnte den Mann mit einem Schuss außer Gefecht setzen und überwältigen. Er kam verletzt in eine Klinik und danach in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte auf zwei Jahre Haft, die Verteidigung für den Entzug plädiert. Ein Gutachter hielt die Schuldfähigkeit wegen starken Alkoholeinflusses für eingeschränkt.

Der Angeklagte entschuldigte sich im Prozess bei Nachbarn und Rettungskräften für sein Verhalten. Nach Angaben der Verteidigung war er sehr verzweifelt und selbstmordgefährdet. Der Mann, der schon die Hälfte seines Lebens hinter Gittern verbrachte, wird diesmal länger im Gefängnis bleiben - unter anderem wegen der Tötung einer Dealerin in den 1990er-Jahren.

dpa

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