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Fatale Unfallserie auf A2 durch Unachtsamkeit ausgelöst

Fatale Unfallserie auf A2 durch Unachtsamkeit ausgelöst

Magdeburg. Die fatale Unfallserie auf der Autobahn 2 am Montag hätte verhindert werden können. Nach Ermittlungen der Polizei war ein 45 Jahre alter Lastwagenfahrer aus Unachtsamkeit ungebremst mit 80 bis 90 Stundenkilometern in einen vor ihm stehenden oder sehr langsam fahrenden Lastwagen geprallt.

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Quelle: Frank Mächler/Archiv

Der ADAC forderte am Dienstag, Lastwagen müssten mit Notbremssystemen ausgerüstet werden. Diese Geräte warnen den Fahrer vor einer drohenden Kollisionen und bremsen notfalls selbstständig.

Der Unfall hatte sich kurz vor der Baustelle an der Elbbrücke nahe der Ausfahrt Magdeburg-Rothensee ereignet. Nach Angaben des Innenministeriums hatte ein im Baustellenbereich liegengebliebener Lastwagen einen Stau verursacht. Der mit Elektroschrott beladene andere Lastwagen raste dann in den Rückstau. „Es gab keine Bremsspuren“, sagte Polizeisprecher Andreas von Koß. Der etwa 20 Tonnen schwere Lastwagen geriet sofort in Brand, der aus Polen stammende Fahrer verbrannte hinterm Steuer.

Der Unfall in Fahrtrichtung Hannover hatte eine Reihe weiterer Auffahrunfälle und kilometerlange Staus ausgelöst. Auch auf der A14 hatte es am Montagmorgen mehrere Unfälle gegeben. Die Polizei sprach in einer Bilanz von insgesamt zehn Unfällen und 25 beteiligten Wagen. Viele Autofahrer saßen über mehrere Stunden fest.

„Lastwagen-Fahrer stehen unter einem enormen Zeitdruck“, sagte die Sprecherin des ADAC Sachsen-Anhalt/Niedersachsen, Sabine Schlemmer. Sie forderte mehr Lastwagen-Stellplätze und mehr Kontrollen der Lenkzeiten und Abstände. Zudem fordere der ADAC bereits seit Jahren Abstandswarngeräte bei Lastwagen, die typische Auffahrunfälle verhindern können. Diese Geräte sind allerdings sehr teuer. Autofahrern empfahl der ADAC, Hinweise auf Staus ernst zu nehmen und vorausschauend zu fahren.

Die Baustellenabsicherung auf der A2 war nach Einschätzung des ADAC und des Innenministeriums nicht die Ursache für die Unfallserie. Konsequenzen seien hier nicht erforderlich. Nach derzeitigem Stand sollen die Bauarbeiten bis zum 28. September dauern. Schneller gehe es nicht, erklärte das Ministerium. Bereits zuvor hatte es nahe der Baustelle Unfälle gegeben.

Bei der Warnung der Fahrer vor einem Stau steckt die Polizei oftmals im Dilemma. „Erfolgt die Warnung zu weit vor dem Stauende, ignorieren Verkehrsteilnehmer die Warnung, weil sie nicht mehr mit der Staugefahr rechnen“, erklärte das Ministerium. „Eine zu kurze Warnung vor dem Stauende erhöht wiederum die Gefahr der Kollision am Stauende.“ Der Einsatz von Beamten sei auch nicht ungefährlich. Dies habe sich am Montag daran gezeigt, dass ein zur Stauwarnung an der Autobahn aufgestelltes Warngerät angefahren wurde.

Unterdessen kontrolliert die Polizei angesichts zahlreicher Lastwagenunfälle auf den Autobahnen im Land mit einem speziellen Gerät Verstöße gegen das Abstandsgebot. Beamte seien damit nahezu rund um die Uhr im Einsatz, teilte die Polizeidirektion Nord mit. Unfälle wie auf der A2 oder A14 würden auch immer zum Anlass genommen, zu prüfen, ob neue Gefahrenschwerpunkte verstärkt kontrolliert werden müssen.

dpa

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