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Großbrand in Thüringer Renaissanceschloss - Löscharbeiten dauern an

Großbrand in Thüringer Renaissanceschloss - Löscharbeiten dauern an

Nach dem Großbrand im Schloss Ehrenstein in Ohrdruf (Kreis Gotha) halten Feuerwehrleute weiterhin Brandwache. Es bestehe immer noch die Gefahr, dass Glutnester wieder auflodern, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Polizei in Gotha.

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Rauch zieht am 26.11.2013 vom Dach von Schloss Ehrenstein in Ohrdruf (Thüringen) nach oben. Im Ohrdrufer Schloss Ehrenstein ist ein Feuer ausgebrochen. Der komplette Dachstuhl sei nach Auskunft der Polizei ausgebrannt.

Quelle: Jens-Ulrich Koch

Ohrdruf/Gotha. Wegen des starken Rauchs waren Anwohner auch noch am Morgen aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das Feuer war am Dienstag aus bisher ungeklärter Ursache in dem aufwendig sanierten Renaissanceschloss ausgebrochen.

Zwei Dachstühle der vierseitigen Anlage seien komplett ausgebrannt, sagte eine Sprecherin der Polizei Gotha. Die Polizei geht von einem Schaden von mehreren Millionen Euro aus. Bei den Löscharbeiten seien zwei Feuerwehrmänner verletzt worden. Wie schwer die Verletzungen sind, konnte die Polizei noch nicht sagen. Insgesamt waren 22 Feuerwehren aus dem Kreis Gotha mit 32 Fahrzeugen und etwa 135 Kameraden im Einsatz. Sie hatten alle verfügbaren Drehleitern mitgebracht - auch um noch auftretende Glutnester zu löschen.

Die Brandexperten könnten das Gebäude noch nicht betreten. Es beherbergt heute Heimatmuseum, Stadtarchiv, Stadtbibliothek und Bürgersaal der kleinen Stadt am Fuße des Thüringer Waldes. In den beiden beschädigten Flügeln sind neben der Bibliothek die neue militärgeschichtliche Ausstellung zum Truppenübungsplatz Ohrdruf sowie die Ausstellung zur Puppen- und Spielzeugproduktion untergebracht. Auch zwei Wohnungen sind laut Polizei betroffen.

Das Renaissanceschloss geht in seinen Ursprüngen auf eine fränkische Wasserburg aus dem Jahr 531 zurück. Die Anlage wurde über die Jahrhunderte von wechselnden Besitzern immer wieder umgebaut und erweitert. Von 1956 bis 1966 nutzte beispielsweise die Sowjetarmee das Gebäude als Schule. Danach verfiel das verwahrloste Schloss durch Plünderung und Zerstörung weiter. Die Interessengemeinschaft Schloss Ehrenstein konnte es vor dem Abriss retten. 1971 begannen erste Rekonstruktionsarbeiten, teils mit großem Engagement Ehrenamtlicher. Vor allem nach 1990 wurde das Schloss nach und nach saniert.

Seit zwei, drei Jahren erstrahlte es wieder in neuem Glanz und ist Mittelpunkt des Ortes. „Das Schicksal ist ungerecht“, sagte denn auch der Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Helmut-Eberhard Paulus. Das Renaissanceschloss gehöre zwar nicht zur Stiftung. „Es war keines der großen Residenzschlösser Thüringens, sondern ein Adelssitz auf dem Lande, in dem unter anderen das Geschlecht der Grafen von Gleichen residierte.„

Für die Region sei es jedoch eine interessante Anlage. Alle Jahrhunderte hätten sich in Ohrdruf mit ihren Baustilen verewigt. Laut Paulus zeichnet sich das Schloss durch seine plastische Schmuckgestaltung und die Innenräume aus. Besonders steche das Hauptportal hervor.

dpa

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