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Kinderpornografie: Sohn muss gegen den Vater aussagen

Kinderpornografie: Sohn muss gegen den Vater aussagen

Im Fall des Chemnitzer Vaters, der seinen Sohn jahrelang sexuell missbraucht haben soll, ermitteln jetzt sächsische Beamte. Das Verfahren ist von der hessischen Generalstaatsanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt (BKA) an die Staatsanwaltschaft Chemnitz übergeben worden.

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Der Verdächtige (r.) wird von Polizisten abgeführt.

Quelle: News Audiovision

Chemnitz. Haftbefehl wurde bereits erlassen. Der 33-Jährige, der den Missbrauch gestanden hat, sitzt vor Ort in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen werden sich noch einige Wochen, wenn nicht gar Monate hinziehen. "Bei einer Hausdurchsuchung wurde erhebliches Bildmaterial beschlagnahmt, das wir auswerten müssen. Außerdem müssen die Lebensgefährtin und weitere Zeugen vernommen werden. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen", erklärt Ingrid Burghart von der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Fest steht bereits: Der Junge, inzwischen zwölf Jahre, wird ebenfalls zu seinem Vater und dem Missbrauch aussagen müssen. "Das Kind wird mit Sicherheit gehört. Daran führt leider kein Weg vorbei", macht die Staatsanwältin gegenüber der Leipziger Volkszeitung klar.

Gegen den Mann, der im Chemnitzer Plattenbau-Viertel Fritz Heckert mit seiner Freundin und drei kleinen Kindern gewohnt hat und nach einem Fahndungsaufruf in der Sendung "Aktenzeichen XY" in der Nacht zu Donnerstag festgenommen wurde, werden zudem weitere Tatvorwürfe geprüft, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Bislang sind sechs Fälle von schwerem Kindesmissbrauch bekannt. Der Familienvater hatte die Übergriffe an seinem Sohn gefilmt und im vergangenen Jahr auf einschlägigen Seiten ins Internet gestellt, wo diese von dänischen Fahndern entdeckt und an das BKA übergeben worden waren. Ob sich der 33-Jährige an weiteren Kindern vergangen hat, lässt sich noch nicht sagen - zugegeben hat er andere Fälle zumindest noch nicht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2013

Andreas Debski

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