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Krawalle am 19. Februar in Dresden - 23-Jähriger wegen versuchten Totschlags angeklagt

Krawalle am 19. Februar in Dresden - 23-Jähriger wegen versuchten Totschlags angeklagt

Drei Jahre nach den Februar-Krawallen in Dresden soll sich ein heute 23-Jähriger vor dem Landgericht Stuttgart wegen versuchten Totschlags verantworten. Dem jungen Mann werde vorgeworfen, 2011 bei Ausschreitungen am Rande der Demonstrationen gegen einen Neonazi-Aufmarsch in der Elbestadt mit Signalmunition auf zwei Polizisten geschossen zu haben.

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Archivbild vom 19. Februar 2011 in Dresden: Damals lieferten sich einige Personen regelrechte Straßenschlachten mit der Polizei.

Quelle: Dietrich Flechtner

Stuttgart/Dresden. Das teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag in Stuttgart mit und bestätigte damit einen Bericht der „Sächsischen Zeitung“. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden zählt der versuchte Totschlag zu den schwersten im Zusammenhang mit den Februar-Krawallen gegen Demonstranten erhobenen Vorwürfe.

Der Mann habe damals nicht in Dresden gewohnt, teilte die Strafverfolgungsbehörde in Stuttgart mit. Er gehöre der linksautonomen Szene an und habe schon wegen ähnlicher Fälle vor Gericht gestanden, sagte Staatsanwältin Claudia Krauth.

In der aktuellen Anklage werde ihm neben den Dresdner Vorfällen auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung aus einem Fall in Baden-Württemberg vorgeworfen, bei dem er sich gewaltsam seiner Festnahme widersetzt habe. Der junge Mann soll sich vor der Jugendkammer des Landgerichts verantworten. Über die Verfahrenseröffnung ist noch nicht entschieden.

Bei den Protesten gegen einen Neonazi-Aufmarsch am 19. Februar 2011 in Dresden war es zu Gewaltexzessen gekommen. Rechts- und Linksextremisten gingen brutal gegen die Polizisten vor, die beide Lager trennen sollten. Mehr als 100 Beamte wurden verletzt. Über 1000 Ermittlungsverfahren wurden in der Folge eingeleitet.

dpa

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