Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Lagerhalle mit Plastikmüll in Großpösna brennt

Riesige Rauchsäule Lagerhalle mit Plastikmüll in Großpösna brennt

In Großpösna bei Leipzig ist am Samstagabend eine Lagerhalle mit Plastikmüll in Brand geraten. Die Sicherheitsbehörden fordern Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein nahe gelegener Campingplatz wurde evakuiert. Die Halle muss kontrolliert abgebrannt werden.

Alarm in Großpösna: Am Samstagabend ist dort eine Lagerhalle mit Plastikmüll in Brand geraten

Quelle: André Kempner

Leipzig. Großalarm im Leipziger Südraum: Am Samstagabend ist beim Abfallentsorger Parentin in Großpösna eine Lagerhalle mit Plastikmüll in Brand geraten. Weil der aufsteigende Rauch mit hoher Wahrscheinlichkeit giftig ist, forderte die Polizeidirektion Leipzig alle Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Campingplatz in Auenhain wurde vorsorglich evakuiert.

Bei der Entsorgungsfirma Parentin in Großpösna ist am Smastagabend eine Lagerhalle mit Plastikmüll in Brand geraten. Polizei und Feuewehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Anwohner wurden wegen aufsteigender giftiger Dämpfe gewarnt, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Zur Bildergalerie

Wie die Feuerwehrleitstelle in Grimma mitteilte, wurde der Brand um 19.38 Uhr gemeldet. Am Abend waren bis zu 80 Einsatzkräfte mit 27 Lösch- und Technikfahrzeugen vor Ort. Kameraden des Gefahrenzuges Wurzen haben im Umfeld der Unglücksstelle Schadstoffmessungen vorgenommen und vor giftigen Rauch gewarnt, der besonders durch wechselnde Winde in westliche und nordwestliche Richtung trieb. Daraufhin sind Anwohner umliegender Ortschaften, vor allem in Güldengossa, Auenhain und Wachau aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein Campingplatz am Markkleeberger See musste vorsorglich evakuiert werden. Auch Schaulustige und Pressevertreter in unmittelbarer Nähe des Brandortes mussten das Industriegebiet verlassen, es wurde aus Sicherheitsgründen für Dritte zum Sperrgebiet erklärt weiträumig abgeriegelt.

Das Lagezentrum der Polizei Leipzig teilte am Sonntag mit, dass in der Halle Abfälle, Atlholz und Dachpappe gelagert worden seien. Die Fläche des in Brand geratenen Gebäudes ist laut Polizei mit mehr als 3000 Quadratmeter sehr groß. Es sei deshalb nicht mehr möglich, das Feuer zu löschen. Deshalb werde die Halle unter Aufsicht der Feuerwehr kontrolliert abgebrannt. Der komplette Vorgang könne sich noch mehrere Tage lang hinziehen, hieß es am Sonntag.

In den Vormittagsstunden unterstützten weitere Feuerwehrkräfte unter anderem aus Trebsen und Nerchau die Einsatzkräfte vor Ort. Vor allem wurden Tankfahrzeuge angefordert, da der Wasservorrat vor Ort zur Neige ging. Aufgrund der Rauchentwicklung vor Ort waren auch die  Atemschutzausrüstungen vom Feuerwehrtechnischen Zentrum in Trebsen gefragt, die ebenfalls nur noch im geringen Umfang am Vormittag zur Verfügung standen.  Ein Polizeibeamter vor Ort war sich sicher, dass es Tage dauern werde, bis Brandursachenermittler die betroffenen Hallen betreten könnten.

Nach ersten Erkenntnissen wurde am Samstagabend niemand verletzt, zahlreiche Rettungskräfte standen aber bereit. Die Polizei konnte noch keine Angaben zur Brandursache machen. Eine Angehörige der Firma schloss Fremdeinwirkung allerdings aus. Vermutet wird, dass sich der Müll selbst entzündet hat. Das Betriebsgelände sei dank sehr guter Einfriedung sowie teils dichter und hoher Bepflanzung für Unbefugte schwer bis gar nicht zu betreten. Das machte auch den Einsatz der Feuerwehren nicht ganz einfach, die sich an geeigneten Stellen durch Zaundurchbrüche Zugang zum Gelände verschaffen mussten, damit sie nur unter Atemschutz zum Brandort vordringen konnten. Um den Flammen den Garaus machen zu können, aber auch, um deren Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern, darunter auf den Bürokomplex, wurden neben Hydranten zusätzlich zwei kleinere Teiche auf dem Betriebsgelände angezapft.

Die Rauchsäule war vor Einbruch der Dämmerung Kilometer weit zu sehen. LVZ-Leserin Constanze Erler schickt uns das folgende Video vom Vineta-Bistro auf den Störmthaler See:

chg/lyn/Frank Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Mitteldeutschland
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr