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Lastwagenfahrer stirbt bei Unfall - A14 zehn Stunden gesperrt

Autobahn bei Leisnig Lastwagenfahrer stirbt bei Unfall - A14 zehn Stunden gesperrt

Bei einem Unfall auf der Autobahn 14 ist in der Nacht zum Dienstag ein Mann getötet worden. Zwischen Leisnig (Kreis Mittelsachsen) und Grimma (Kreis Leipzig) brach ein mit giftigem Industriereiniger beladener Laster durch die Mittelleitplanke und fiel auf die Seite.

Das ausgebrannte Wrack des verunglückten Lasters.

Quelle: Sven Bartsch

Leipzig. Bei einem schweren Verkehrsunfall am Dienstagmorgen auf der Autobahn 14 südlich von Leipzig ist ein Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, raste das Fahrzeug aus Meißen zwischen den Anschlussstellen Mutzschen und Leisnig in die Mittelleitplanke. Sie Autobahn war über rund zehn Stunden voll gesperrt. Die umfangreichen Bergungsarbeiten auf der A14 dauerten bis zum Abend an. Erst dann wurde auch der Verkehr in Richtung Leipzig und Magdeburg wieder freigegeben. In Richtung Dresden konnten Fahrer die Unfallstelle bereits frühen Nachmittag wieder passieren.

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten war der in Richtung Dresden fahrende Lastwagen um 1.38 Uhr aus noch unbekannter Ursache rechts von der Fahrbahn abgekommen. „Beim anschließenden Gegenlenken kollidierte das Fahrzeug mit der Mittelleitplanke und fiel seitlich um und in den Bereich der Gegenfahrbahn von Dresden in Richtung Magdeburg“, heißt es im Polizeibericht.

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 14 ist ein mit Reinigungsmitteln beladener Sattelzug verunglückt und ausgebrannt. Der Fahrer kam dabei ums Leben. Der Lkw durchbrach die Mittelleitplanke, kippte auf der Gegenfahrbahn um und blieb dort liegen. Der Lkw fing Feuer und brannte vollständig aus.

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Der unter anderem mit Industriereiniger beladene Lkw ging schnell in Flammen auf. Die herbei geeilten Rettungskräfte stellten bei den Löscharbeiten fest, dass sich gesundheitsschädigte Dämpfe entwickeln. „Der zuständige Havariekommissar sowie die Polizei bekamen heraus, von welcher Spedition das Fahrzeug stammt und was die Ladung war", sagte Einsatzleiter René Gentzsch. Diese bestand aus Stückgut und zu einem Teil aus Gefahrgut, jedoch in so geringer Menge, dass es am Fahrzeug nicht ausgewiesen werden musste. Es handelte sich um einen Zusatzstoff für die Galvanik mit dem Bestandteil Chrom", sagte In den umliegenden Ortschaften Draschwitz, Poischwitz und Zschoppach wurden Messungen veranlasst und die Bewohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Leisniger Feuerwehr war die erste an der Unfallstelle. „Der Feuerschein war bereits von Polkenberg aus zu sehen“, so Gentzsch. „Wir haben sofort entschieden, weitere Kräfte zu alarmieren.“ Schließlich waren insgesamt 60 Einsatzkräfte vor Ort, unter anderem von den Feuerwehren Leisnig, Minkwitz, Hartha, und Limmritz. Mutzschen, Nerchau und Dürrweitzschen hatten den Erstangriff von der gegenüber liegenden Fahrbahnseite aus übernommen.

Suche nach Lkw-Fahrer endet mit grausigem Fund

Vom Fahrer fehlte vorerst jede Spur. Die Polizei ging davon aus, dieser habe sich aus dem Wagen retten können und sei geflüchtet. Eine großräumige Suche im Umfeld der Unfallstelle wurde veranlasst, bei der unter anderem auch ein Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz kam. Gefunden wurde bei dem Einsatz aber nichts.

„Erst beim Ablöschen des Lkw entdeckte die Feuerwehr gegen 3.45 Uhr den verbrannten Leichnam im hinteren Teil des Führerhauses“, erklärte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ.de. Aufgrund der giftigen Rauchentwicklung dauerte die Bergung des Toten noch bis 10 Uhr. Anschließend wurde der Leichnam zu Identifizierung in die Leipziger Rechtsmedizin überstellt.

Aufgrund der Lösch- und Bergungsarbeiten musste die A14 am Morgen in beiden Richtungen komplett gesperrt werden. Ab 10.30 Uhr wurden in Richtung Dresden zunächst zwei zwei Fahrstreifen freigegeben. In Richtung Magdeburg wurden Fahrzeuge bis über Mutzschen bis zur Anschlussstelle nach Leisnig umgeleitet.

Die Vermutung, der Autobahnbeton könnte unter der Hitzeeinwirkung des Feuers gelitten haben und müsse ausgetauscht werden, bestätigte sich nach Angaben von Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr nicht. Weil die Mittelleitplanke repariert und Erdreich im Mittelstreifen ausgetauscht werden muss, gibt es  aber noch einige Zeit eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Stelle.

Von Matthias Puppe/obü/chg

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