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Leiche im Gimmlitztal zerstückelt: Angeklagter äußert sich - Urteil für den 1. April erwartet

Leiche im Gimmlitztal zerstückelt: Angeklagter äußert sich - Urteil für den 1. April erwartet

Das Urteil im Mordprozess gegen einen 57-jährigen Kriminalkommissar, der einen Geschäftsmann getötet und zerstückelt haben soll, soll am 1. April gesprochen werden.

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Am Montag (02.03.2015) wurde der Mordprozess um eine zerstückelte Leiche im Gimmlitztal fortgesetzt. Angeklagt ist ein 57-jähriger Kriminalbeamter.

Quelle: dpa

Dresden. Das hat das Landgericht Dresden am Montag mit den Prozessbeteiligten vereinbart. Am Mittwoch soll es die ersten Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der beiden Nebenklagevertreter geben. Detlev G. ist wegen Mordes und Störung der Totenruhe angeklagt.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat er das 59 Jahre alte Opfer erhängt, die Leiche zersägt und die Einzelteile im Garten seiner Pension im sächsischen Gimmlitztal vergraben. Als Grund vermuten die Ankläger sexuelle Motive. Die Überreste des Mannes aus Hannover wurden erst nach Wochen geborgen. Die beiden Männer hatten sich zuvor in einem „Kannibalen“-Chat kennengelernt und per Mail verabredet.

Fotos vom Prozessauftakt im August:

Auch zwei psychiatrische Gutachter wurden am Montag gehört. Demnach ist der Angeklagte voll schuldfähig. Er leide nicht an einer psychischen Krankheit, erklärte der forensische Psychiater Andreas Marneros. Er beschrieb den Angeklagten als einen Mann, der Sadismus, Masochismus aber auch Kannibalismus und Nekrophilie interessiert gewesen sei. Wahnhafte Züge habe er aber nicht erkennen können.

Angeklagter berichtet von neuen Details

Detlev G. meldete sich am Montag überraschend zu Wort. Während er sich bisher über seinen Verteidiger geäußert hatte, bezog der 57-Jährige am Montag erstmals selbst vor Gericht Stellung zu den Vorwürfen. „Ich bin nicht unfehlbar und habe meine Schwächen, aber ich bin und werde kein Mörder sein“, erklärte er. Bei seiner Festnahme hatte er zunächst angegeben, sein Opfer mit einem Kehlkopfschnitt getötet zu haben - das Geständnis in diesem Punkt aber später widerrufen. Nach seinen Angaben strangulierte sich der 59-jährige Geschäftsmann aus Hannover selbst.

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Der Tatort in Gimmlitztal. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Am Montag berichtete Detlev G. von bisher unbekannten Details. Demnach habe der 59-jährige Geschäftsmann eine umgedrehte Schüssel sowie ein Brett für seine Selbsttötung mit einem Seil benutzt und hätte die Möglichkeit gehabt, „das Ganze abzubrechen“. Aus Angst, dass ihm niemand glaube, habe er die Details bisher zurückgehalten, erklärte der ehemalige Beamte des Landeskriminalamts am Montag. Er betonte zudem, dass das Opfer einen starken Willen gehabt habe. Er habe sich dem Wunsch des Mannes, der geschlachtet und zerstückelt werden wollte, untergeordnet. In einer Diskussion habe er den 59-Jährigen dazu bewegt, dass dieser sich selbst den Strick um den Hals lege und sich fallen lasse.

Das frühe Geständnis erklärte Gutachter Marneros mit der Schocksituation, in der sich der Angeklagte nach seiner Entdeckung befunden habe. Nach Einschätzung eines Rechtsmediziners könnte das Opfer aber noch gelebt haben, als Detlev G. es von der Schlinge ließ. So seien auf einem Video noch Zuckungen des 59-Jährigen zu erkennen gewesen. Der Angeklagte hatte aufgenommen, wie er den Geschäftsmann zerstückelte.

lvz

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