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Leiche in der Mulde bei Bad Düben gefunden – Polizei schließt Verbrechen nicht aus

Leiche in der Mulde bei Bad Düben gefunden – Polizei schließt Verbrechen nicht aus

Grausiger Fund in Laußig bei Bad Düben: Unweit des beschaulichen Bootsanlegers am Fährhaus Gruna (Kreis Nordsachsen) barg die Polizei am Freitagmorgen einen toten Mann aus der Mulde.

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Am Freitagmorgen ist aus der Eilenburger Mulde in der Nähe von Gruna eine Leiche geborgen worden.

Quelle: Steffen Brost

Eilenburg/Gruna/Leipzig. Seine Identität und die Todesursache sind bislang noch unklar. Nach Informationen von LVZ-Online wird ein Verbrechen nicht ausgeschlossen. Der Leichnam wurde am Mittag zur weiteren Ursache in die Gerichtsmedizin nach Leipzig gebracht.

Wie Polizeisprecher Uwe Voigt sagte, hatte bereits am Donnerstagnachmittag gegen 14.45 Uhr eine 26-jährige Passantin von der Eilenburger Muldebrücke aus einen unbekleideten Toten im Wasser treiben sehen und dies im örtlichen Revier gemeldet. Von dort, so Revierleiter Bernd Klose, startete zunächst die Suche im Bereich des Gewerbegebietes des ehemaligen Chemiewerkes. Die Mulde fließt dort zügig, gibt die Sicht auf Treibgut mal frei und zieht es dann wieder unter Wasser. Von früheren Ereignissen dieser Art kennen die Einsatzkräfte die Schwierigkeiten mit der Strömung.

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Laußig. Die im Oktober in der Mulde bei Laußig gefundene Leiche konnte identifiziert werden. Wie die Staatsanwaltschaft Leipzig am Montag informierte, handelt es sich um einen 36-jährigen Mann aus dem Landkreis Leipzig. „Eine eindeutige Todesursache konnte im Ergebnis der durchgeführten Obduktion nicht festgestellt werden", teilte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz mit.

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Suche mit Hubschrauber zunächst erfolglos

Gegen 15 Uhr alarmierten Mitarbeiter der Rettungsleitstelle in Delitzsch zudem die Freiwillige Feuerwehr Eilenburg, die mit zwölf Kameraden und zwei Rettungsbooten zum Einsatz kam. Auch ein Hubschrauber flog das Areal der Muldeaue zwischen Eilenburg und Bad Düben ab. In der Dämmerung sei die Suche flussabwärts dann vorerst eingestellt worden, so Klose und Wehrleiter Gunter Kneiß. Sie wurde am Freitag um 7.30 Uhr wieder aufgenommen.

Neben den Beamten des Eilenburger Reviers kamen auch die Kriminalpolizei und der Ermittlungsdienst der Polizeidirektion Leipzig zum Einsatz, als örtliche Beamte und Feuerwehrleute unweit der Grunaer Fähre in den Morgenstunden die Wasserleiche entdeckten. Diesmal hatten die Kameraden mit den Booten die Mulde in Richtung Eilenburg, flussaufwärts, abgesucht. Gegen 8.50 Uhr machten sie schließlich den grausigen Fund.

Leiche war nackt und stark tätowiert

Etwa 500 Meter vom Grunaer Steg entfernt hatte sich die männliche Leiche im Ufergestrüpp verfangen. Der stark tätowierte Mann, möglicherweise asiatischer Abstammung, hatte laut Aussagen von Polizeiermittlern wohl schon zwischen 10 und 30 Tagen im Wasser gelegen. Der Zustand, in dem sich der Körper nach dieser langen Zeit im Fluss befand, ließ auf seine Identität aber nur bedingt Schlüsse zu. Anfangs hatte es aus Polizeikreisen Vermutungen gegeben, dass es einen Zusammenhang mit einem 38-jährigen Vermissten aus Leipzig geben könnte. Dies bestätigte sich jedoch nicht.

Die Herkunft des Toten in der Mulde und die Umstände, die zu seinem Tod führten, werden nun ermittelt. Am Freitag suchte der Polizeihubschrauber noch nach einem Pkw im Bereich der Muldeaue bis nach Grimma, der möglicherweise mit dem Leichenfund in Zusammenhang stehen könnte. Das wurde allerdings ergebnislos abgebrochen. Ebenfalls herbeigerufene Polizeitaucher kamen nicht mehr zum Einsatz, da der tote Körper aus dem Gebüsch, in dem er sich am Ufer verfangen hatte, geborgen werden konnte.

Hinweise zur Identität an die Polizeidirektion Leipzig: (0341) 96 64 66 66.

Karin Rieck / Steffen Brost / Robert Nößler

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