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Nach dem Anschlag bei Ikea in Dresden: Fahnder suchen die Zeugen

Nach dem Anschlag bei Ikea in Dresden: Fahnder suchen die Zeugen

Nach der Explosion eines Sprengsatzes bei Ikea in Dresden haben die Ermittlungen noch keine heiße Spur ergeben. Gefahndet werde weiter nach einem etwa 40-jährigen Mann, der als Täter infrage komme, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase am Montag.

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Bei Ikea in Dresden ist am Freitagabend ein Sprengsatz detoniert. Die Polizei sucht weitere Zeugen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Dresden. Daneben suche das Landeskriminalamt konkret nach drei Zeugen, die sich am Freitagabend am Tatort aufgehalten haben sollen.

Die Untersuchungen des Sprengsatzes sind laut Haase aufwändig und dauerten über die Pfingsttage an. Es gebe 13 Hinweise aus der Bevölkerung. Auf Hochtouren laufe auch der Austausch mit Behörden in Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo es Ende Mai ähnliche Anschläge gab.

Laut „Bild am Sonntag“ soll ein Ikea-Mitarbeiter den mutmaßlichen Bombenleger noch am Ausgang des Möbelhauses gestellt haben, ließ ihn dann aber wieder laufen. Der Mann habe nur Englisch gesprochen und sich als Tourist ausgegeben, hieß es. Nach diesem Mann werde weiter mit einem Phantombild gesucht, sagte Haase. Der Beschreibung zufolge soll der Verdächtige 1,65 bis 1,70 Meter groß sein, kurze, dunkelblonde Haare haben und eine große Brille mit violettfarbenen Gläser getragen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung.

Als Zeugen würden jetzt eine offensichtlich schwangere Frau zwischen 30 und 40 Jahren, eine zierliche Frau um die 30 Jahre und deren etwa 1,80 Meter großer Begleiter gesucht. Sie wurden am Sonntag gebeten, sich bei der Polizei zu melden, weil sie möglicherweise hilfreiche Angaben zum Tatgeschehen machen könnten.

Zum Sprengsatz selbst wollte der Oberstaatsanwalt keine Angaben machen. Eine Meldung des MDR, das Explosionsmittel sei in einem Handy versteckt gewesen, bestätigte er nicht. Bei den Anschlägen in drei Filialen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden hatten die Täter manipulierte mechanische Wecker verwendet, die in Milchkartons versteckt waren.

Trotz des neuen Anschlags plant Ikea keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Die stellvertretende Unternehmenssprecherin Camilla Meiby sagte der Nachrichtenagentur dpa in Helsingborg: „Das Sicherheitsniveau ist ohnehin weltweit in unseren Möbelhäusern sehr hoch.“ Deshalb habe man sich entschieden, keine weiteren Maßnahmen einzuleiten.

Die Sprecherin betonte, den bisherigen Polizeiangaben zufolge sei kein Zusammenhang zwischen den früheren Anschlägen und der Detonation in Dresden erkennbar. Bei Ikea habe man weder Drohungen noch Erpressungsversuche registriert. Die Deutschlandzentrale des schwedischen Möbelkonzerns in Wallau bei Frankfurt am Main rief die Mitarbeiter zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Die Explosion in der Dresdner Filiale hatte sich Freitagabend kurz vor Ladenschluss in der Küchenabteilung ereignet. Dabei waren zwei Kunden - eine 32 Jahre alte Frau und deren 41-jähriger Begleiter - leicht verletzt worden, sie erlitten ein sogenanntes Knalltrauma. Der Sachschaden an Fußboden und Einrichtungsgegenständen war gering. Das Möbelhaus wurde geräumt und von Spezialkräften der Polizei durchsucht. Auch fünf Sprengstoffsuchhunde waren im Einsatz. Schon am Samstag hatte die Filiale wieder geöffnet.

dbr

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