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Polizei rekonstruiert mysteriösen Todesfall in der Weißen Elster

Frauenleiche trieb im Fluss Polizei rekonstruiert mysteriösen Todesfall in der Weißen Elster

Ein Kleintransporter steht verlassen im Fluss, die Leiche der Fahrerin wird rund sieben Kilometer flussabwärts gefunden. Nach dem mysteriösen Todesfall vom Wochenende bei Kleindalzig (Kreis Leipzig) ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

In der Weißen Elster bei Kleindalzig wurde am Samstagabend der Wagen der 54-Jährigen gefunden. Ihre Leiche trieb sieben Kilometer flussabwärts an einem Wehr.

Quelle: Feuerwehr Zwenkau

Zwenkau/Leipzig. Der Tod einer 54-jährigen Autofahrerin in der Weißen Elster südlich von Leipzig beschäftigt nun die Leipziger Staatsanwaltschaft. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet, um zu klären, wie die Frau ums Leben kam, sagte Sprecherin Jana Friedrich am Montag. Eine Obduktion wurde angeordnet. Nach wie vor gibt der Fall der Polizei viele Rätsel auf. Die Leiche der Fahrerin trieb am Freitagabend rund sieben Kilometer flussabwärts vom Fundort des Wagens an der Bundesstraße 186 bei Kleindalzig (Kreis Leipzig) im Wasser.

Am Montag rekonstruierten Experten der Polizei vor Ort den Fall. Dabei stellten sie fest, dass es zwischen der Stelle, wo die Frau mit ihrem Kleintransporter von der Straße abgekommen war, und ersten Spuren an der Uferböschung eine etwa fünf Meter breite Lücke gibt. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Wagen mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war, über die Böschung raste und abhob, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. „Die Spur des Wagens führte geradeaus ins Wasser.“

Das Auto stand halb versunken im Fluss.

Quelle: Feuerwehr Zwenkau

Keine Hinweise auf Straftat

Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für eine Straftat, so Staatsanwältin Friedrich. Ob es sich um einen Unfall handelte oder die Frau möglicherweise Suizid beging, müssten nun die weiteren Ermittlungen klären. Auch die Angehörigen werden befragt, berichtete Voigt. Erste Ergebnisse der Obduktion liegen frühestens Ende der Woche vor. Sie soll auch klären, ob Medikamente, Drogen oder Alkohol im Spiel waren.

Eine Zeugin hatte den Ford am Freitag kurz nach 21 Uhr mit brennenden Scheinwerfern in der Weißen Elster nahe der Brücke nach Kleindalzig, einem Ortsteil von Zwenkau, stehen sehen. Das Auto war leer. „Zwei Kameraden begaben sich zur ersten Lageerkundung in das drei Grad kalte Wasser und durchsuchten das Fahrzeug nach Insassen. Es wurden jedoch keine vorgefunden“, berichtete die Feuerwehr, die mit 44 Einsatzkräften, sieben Fahrzeugen und einem Kran vor Ort war.

Autotüren waren verschlossen

Der Wagen war nicht komplett versunken, sondern stand nur bis zu den Türgriffen im Wasser. Die Beifahrerscheibe war leicht geöffnet, die Türen jedoch verschlossen. Aus Ermittlerkreisen heißt es, dass die Frau so kaum aus dem Fahrzeug herausgekommen sein könnte. Am Wagen selbst fanden sich laut Polizei keine Spuren eines Überschlags oder schweren Unfalls.

Die Leiche der Fahrerin trieb am Elsterwehr beim Freizeitpark Belantis, wo sie Kameraden der Feuerwehren Zwenkau und Markranstädt aus dem Wasser bargen. Der Fluss ist an der Unglücksstelle ebenso wie am Wehr maximal brusthoch. Laut Polizei herrscht jedoch eine starke Strömung. Der Wagen wurde noch in der Nacht aus dem Wasser gezogen. Er wird nun ebenfalls untersucht.

nöß

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