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Prozess um Mord an Döbelner Imbissbetreiber muss neu aufgerollt werden

Prozess um Mord an Döbelner Imbissbetreiber muss neu aufgerollt werden

Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines Imbissbetreibers in Döbeln (Mittelsachsen) muss komplett neu aufgerollt werden. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig hob am Dienstag ein Urteil des Landgerichts Chemnitz als fehlerhaft auf und verwies die Sache zur erneuten Verhandlung ans Landgericht Dresden.

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Der Angeklagte Mahmoud E. wird von Justizbeamten in den Verhandlungssaal des Landgerichts Chemnitz gebracht. Zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Imbissbetreibers aus Döbeln muss sich der 32-jährige Tatverdächtige wegen Mordes verantworten.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Chemnitzer Richter hatten im März einen 33-Jährigen lediglich wegen Beihilfe zum Totschlag zu fünf Jahren Haft verurteilt. Wer die tödlichen Schüsse auf den Imbissbetreiber abgegeben hatte, konnte im Prozess nicht geklärt werden. Staatsanwaltschaft, Nebenklage und der Angeklagte hatten Revision gegen das Urteil eingelegt.

Der Betreiber des Bistros „Aladin“ in Döbeln war im November 2011 mit drei Schüssen aus kurzer Distanz getötet worden. Zeugen für den Mord gab es nicht, lediglich die Beschreibung eines maskierten Täters. Die Strafkammer in Chemnitz hatte es lediglich als erwiesen angesehen, dass der 33-Jährige die Mordwaffe in Tschechien besorgt hat. Als Schützen vermutete die Kammer dagegen einen ins Ausland abgetauchten Komplizen.

Der Vorsitzende Richter des 5. Strafsenats, Clemens Basdorf, sprach von einer „rätselhaften“ Beweiswürdigung der Chemnitzer Richter. Er sparte auch nicht mit Kritik: „Die Sache ist insgesamt im Ermittlungsstadium und im Hauptverfahren so schlecht gelaufen, dass wir Anlass gesehen haben, diese Sache aus Chemnitz wegzunehmen.“ Jetzt sei es am Landgericht Dresden, ein rechtsfehlerfreies Urteil zu sprechen.

dpa

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