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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen fünf Altenburger Kindergärtnerinnen

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen fünf Altenburger Kindergärtnerinnen

Nach Vorwürfen über rabiate Praktiken in einem Altenburger Kindergarten hat die Staatsanwaltschaft Gera nun Anklage gegen fünf Erzieherinnen erhoben. Ihnen wird Nötigung, Körperverletzung sowie Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht vorgeworfen, sagte Behördensprecherin Anja Schneider am Montag.

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In der Kita Spatzennest in Altenburg sollen mehrere Kindergärtnerinnen ihre Fürsorgepflichten verletzt haben. (Archivbild)

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Vier weitere Beschuldigte könnten mit Geldzahlungen um einen Prozess herumkommen - gegen sie wurden Strafbefehle beantragt.

Vorgeworfen wird den Frauen, Kinder zum Schlafen fest in Decken gewickelt und ihnen Tücher aufs Gesicht gelegt zu haben. Zudem sollen sie den Kindern gegen ihren Willen Essen eingeflößt haben, so dass sie sich erbrechen mussten. Betroffen seien mehrere Schützlinge des Kindergartens, darunter auch behinderte Kinder. Insgesamt geht es laut Staatsanwaltschaft um 58 einzelne Taten.

Die Vorwürfe waren im vergangenen Herbst durch eine Praktikantin publik geworden. Die vier beschuldigten Kindergärtnerinnen sind seither beurlaubt, die wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht mitangeklagte Leiterin ist nach wie vor im Dienst. Das Kultusministerium hatte dem Träger, der Volkssolidarität Altenburger Land, untersagt, die Frauen weiter in der Kinderbetreuung einzusetzen. Andernfalls wurde mit dem Entzug der Betriebserlaubnis gedroht.

Im Verfahren vor dem Arbeitsgericht Gera hatten die betroffenen Frauen bestritten, den Kindern geschadet zu haben. Sie hätten die Kinder lediglich gepuckt - ein Verfahren, das oft von Hebammen bei sehr unruhigen Kindern empfohlen wird. Dabei werden Babys mit einem Tuch oder einem speziellen Pucksack fest umschlungen eingewickelt. Das soll ihnen Geborgenheit vermitteln und beim Einschlafen helfen.

dpa

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