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Tödliches Unglück bei Hordorf: Zugführer übersah Signale

Tödliches Unglück bei Hordorf: Zugführer übersah Signale

Knapp acht Monate nach dem schweren Zugunglück bei Hordorf in Sachsen-Anhalt steht für die Bahn-Ermittler die Ursache fest: der Zugführer des Güterzugs hat auf der eingleisigen Strecke zwei Signale übersehen.

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Feuerwehrleute stehen neben dem umgekippten Triebwagen am Ort des Eisenbahnunglücks bei Hordorf. (Archivfoto) Jetzt steht die Unglücksursache fest.

Quelle: dpa

Bonn/Magdeburg. Das geht aus dem Abschlussbericht der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle (EUB) des Bundes hervor, den die Behörde in Bonn am Donnerstag im Internet veröffentlichte. Die „Magdeburger Volksstimme“ hatte darüber berichtet. Beim Zusammenstoß des Güterzuges mit einem Personenzug waren am 29. Januar zehn Menschen getötet und 23 verletzt worden.

Der Zusammenstoß sei „in einer menschlichen Fehlhandlung begründet“, heißt es in dem Bericht. Technisches Versagen schlossen die Experten aus. Signale und Weichen seien korrekt gestellt gewesen. Bei den beiden Unglückszügen wurden keine Mängel entdeckt. Der Bericht betont allerdings, dass der Unfall mit einem automatischen Bremssystem hätte verhindert werden können. Die Vorrichtungen bringen Züge, die ein Haltesignal überfahren haben, zum Stoppen. Mit einem solchen System könnten die Folgen menschlichen Fehlverhaltens laut Bericht „auf nahezu Null reduziert werde“. Die Deutsche Bahn hatte nach dem Unglück angekündigt, eingleisige Trassen mit der automatischen Bremstechnik aufrüsten zu wollen.

Dem Bericht zufolge überfahren Zugführer in Deutschland regelmäßig Haltesignale. Im Monat komme es „zu durchschnittlich 33 unzulässigen Vorbeifahrten“ an Haltesignalen. Die Experten empfehlen daher, dass auf allen Bahnstrecken ohne automatische Bremssysteme Züge mit zwei Lokführern fahren sollten. Außerdem sollten die Geschwindigkeiten herabgesetzt werden und die Zugdichte verringert werden.

dpa

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