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Tote Babys in Sachsen und Tschechien: Experten gleichen Ermittlungsstand ab

Tote Babys in Sachsen und Tschechien: Experten gleichen Ermittlungsstand ab

Die Ermittlungen zu den beiden toten Babys in Sachsen und Tschechien laufen ab sofort grenzüberschreitend. Am Dienstag trafen sich Kriminalisten aus beiden Ländern in Klingenthal zu einer ersten gemeinsamen Beratung, teilte die Polizeidirektion Südwestsachsen in Zwickau mit.

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Kriminalisten aus zwei Ländern arbeiten an einem Fall. Es geht um zwei tote Babys, von denen je eines in Tschechien und Sachsen gefunden wurde. Nur eines steht bisher fest: Sie waren Brüder. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Klingenthal. Auch die federführenden Staatsanwaltschaften in Chemnitz und Plzen nahmen daran teil.

Vordergründig sei es um einen Abgleich bisheriger Untersuchungsergebnisse gegangen, hieß es. Zunächst müssten die Akten zumindest auszugsweise in beide Sprachen übersetzt werden. Allein bei der Zwickauer Kripo lagern etwa 70 Aktenordner zu diesem Fall. Die deutsche Seite will ihr Personal aufstocken und künftig mit fünf Beamten weiterermitteln.

Eine noch unbekannte Frau hatte binnen 18 Monaten zwei Jungen zur Welt gebracht, die kurz darauf tot in Schwarzenberg und nahe Rotova (Tschechien) gefunden wurden. Ein DNA-Abgleich im Landeskriminalamt Sachsen ergab, dass beide Säuglinge Brüder waren. Von der Mutter und dem Vater fehlt bislang jeder Spur.

„Die Fälle bleiben getrennt“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz, Ingrid Burghart, der Nachrichtenagentur dpa. Per Rechtshilfeersuchen seien die tschechischen Behörden aber gebeten worden, den Kollegen in Deutschland unaufgefordert alle neuen Erkenntnisse bei ihren Untersuchungen mitzuteilen. Gleiches gilt in umgekehrter Richtung.

Das erste Baby war am 19. Januar 2011 in Schwarzenberg in einem Kleidercontainer gefunden worden - eingewickelt in Einkaufstüten. Laut Obduktion war das voll entwickelte Kind erstickt. Trotz eines Massengentests, der Bekanntmachung des Falls im Fernsehen sowie vieler Hinweise blieb die Suche nach den Eltern bisher erfolglos. Vor der Beerdigung gab die Stadt dem Jungen den Namen Max Winter. Unter diesem Namen läuft der Fall auch bei der Zwickauer Kripo.

Am 2. Juni dieses Jahres folgte der nächste grausige Fund im etwa 30 Kilometer Luftlinie entfernten Rotava. Die Ortschaft befindet sich in der Nähe von Karlovy Vary (Karlsbad). Die Leiches des Kindes lag in einem Straßengraben. Beide Babys lebten nur wenige Stunden und ihre Leichen lagen je zwei bis drei Tage am späteren Fundort.

dpa

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