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Trauergottesdienst für Mary-Jane in Zella-Mehlis - Polizei veröffentlicht Phantombild

Trauergottesdienst für Mary-Jane in Zella-Mehlis - Polizei veröffentlicht Phantombild

Weiße Rosen und Hunderte von Lichtern: In der Magdalenenkirche von Zella-Mehlis haben am Montagabend mehrere hundert Kinder und Erwachsene mit einem Trauergottesdienst der getöteten Mary-Jane gedacht.

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Trauergottesdienst für die getötete Mary-Jane am27.06.2011 in Zella-Mehlis

Quelle: dpa

Zella-Mehlis. Auch Landtagspräsidentin Birgit Diezel, Innenminister Jörg Geibert (CDU) und Kultusminister Christoph Matschie (SPD) waren unter den Besuchern der voll besetzten Kirche, ebenso Angehörige der Siebenjährigen und Notfallseelsorger.

Viele Besucher kamen mit weißen Rosen oder Plüschtieren. Vor dem Altar brannten unzählige Teelichter für das Mädchen. „Unser kleiner Engel, unser leuchtender Stern“, hatte jemand mit Filzstift auf einen Zettel geschrieben. Daneben mehrere Notizen in krakeliger Kinderschrift. Viele Mitschüler von Mary-Jane waren mit ihren Eltern gekommen.

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Zella-Mehlis. Der Thüringer Polizei fehlt anderthalb Wochen nach dem Tod der siebenjährigen Mary-Jane noch immer eine heiße Spur. Deshalb würden nun ausnahmslos alle Anwohner im Schulumfeld des Mädchens befragt und auch um freiwillige Speichelproben gebeten. Das DNA-Material werde vorsorglich gesammelt.

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Das unfassbare Verbrechen sei ihm sehr unter die Haut gegangen, sagte Matschie nach der Andacht. Ein gutes Gefühl gebe ihm aber die Anteilnahme der Menschen in Zella-Mehlis. Das Wichtigste für die Angehörigen sei nun zu wissen, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine sind, sagte der studierte Theologe. In der Kirche sprach er der Mutter des getöteten kleinen Mädchens sein Beileid aus. Am Morgen bereits hatte Matschie die Grundschule „Friedrich Schiller“ besucht, in der Mary-Jane in die erste Klasse gegangen war. „Es ist ein Verbrechen, das unfassbar ist und das die ganze Stadt erschüttert und mitgenommen hat“, sagte er.

Das Mädchen war am Freitagnachmittag nicht von der Schule nach Hause zurückgekehrt. Wanderer hatten am Samstag die Leiche der Siebenjährigen in einem Bach unweit ihres Wohnhauses gefunden.

Auch Innenminister Geibert zeigte sich sehr betroffen, warnte aber auch eindringlich vor Spekulationen über den Täter, die die Ermittlungen der Polizei behindern könnten. Diese sucht inzwischen mit einem Phantombild nach einem Mann, der mit der Siebenjährigen kurz vor ihrem Tod gesehen wurde. Er wird als wichtiger Zeuge bezeichnet und soll einer Zeugenaussage zufolge zumindest am späten Freitagnachmittag in Zella-Mehlis ein „zeitweiliger Begleiter“ der Erstklässlerin gewesen sein. Er soll etwa 40 Jahre alt sein, eine schlanke Statur und einen Drei-Tage-Bart haben. Auffällig sei sein graues Baseballcap gewesen, hieß es.

Im Fall Mary-Jane ist eine Sonderkommission mit 50 Polizisten im Einsatz, unterstützt von mehr als 50 weiteren Spezialisten, wie ein Polizeisprecher in Suhl sagte. Die Soko gehe dutzenden Hinweisen nach - auch aus dem Internet. Die Beamten setzen ihre Hoffnungen auch auf den verschwundenen roten Ranzen des Mädchens. Er war nicht bei der Leiche gefunden worden.

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Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach dem Begleiter von Mary-Jane. Die Siebenjährige war am Samstag in Zella-Mehlis tot aufgefunden worden.

Quelle: dpa

Eine Tasche, die in Form und Aussehen dem Ranzen Mary-Janes ähnelt, war am Sonntag in Geraberg entdeckt worden. Nach ersten Untersuchungen sei es eher unwahrscheinlich, dass es sich um die gesuchte Schultasche handle, teilte die Polizei mit. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Geraberg liegt mehr als zehn Kilometer von Zella-Mehlis entfernt. In den beiden Orten nördlich und südlich des Rennsteigtunnels gibt es Anschlussstellen der A71.

dpa

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