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Unbekannte Brandstifter zerstören 15 fabrikneue Polizeifahrzeuge in Erfurter Autohaus

Unbekannte Brandstifter zerstören 15 fabrikneue Polizeifahrzeuge in Erfurter Autohaus

Von fabrikneuen Polizeitransportern sind nur noch ausgebrannte Wracks übrig: Bei einem Brandanschlag auf dem Gelände eines Erfurter Autohauses sind 15 nagelneue Polizeitransporter zerstört worden.

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Ausgebrannte Polizeifahrzeuge stehen am 29.09.2013 in Erfurt (Thüringen) auf dem Gelände eines Autohauses.

Quelle: dpa

Erfurt. Alles deute auf eine zielgerichtete Aktion hin, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag vor Ort. Verletzt wurde bei dem Feuer in der Nacht zu Sonntag niemand. Der Schaden wurde jedoch auf mindestens 750 000 Euro geschätzt. Thüringens Innenminister Jörg Geibert (CDU) verurteilte den Brandanschlag.

Zwar wurden auch zivile Autos durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Jedoch brannten nur die Polizeifahrzeuge aus. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung aufgenommen, wie ein LKA-Sprecher am Sonntag sagte. Details wollte er zunächst nicht nennen. „Diese niederträchtige Tat richtet sich gegen die Thüringer Polizei und damit die Bürger unseres Landes“, erklärte Geibert am Sonntag, nachdem er den Tatort besichtigt hat. „Es gilt jetzt, alle Fakten zu sammeln und durch eine saubere Ermittlungsarbeit die Täter rasch zu überführen.“

Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter reagierte entsetzt auf die Tat. „Sollte sich der Verdacht einer Straftat bestätigen, können wir von einer neuen Dimension der Gewalt gegen die Polizei ausgehen, die wir so noch nicht in Thüringen hatten“, teilte der Thüringer Landesvorstand am Sonntag mit.

Wer den Brand gelegt haben könnte, war zunächst völlig unklar. Das Landeskriminalamt nahm noch am Sonntag die Ermittlungen zu dem Fall auf. Innenminister Geibert regte an, eine Belohnung auf Hinweise zu den Tätern auszusetzen.

Ähnliche Fälle sind den Behörden in Thüringen bisher nicht bekannt. In anderen Bundesländern gab es in den vergangenen Jahren jedoch mehrere schwere Brandanschläge auf die Bundeswehr. Zuletzt steckten Unbekannte Ende Juli dieses Jahres auf dem Gelände einer Bundeswehrkaserne im sachsen-anhaltischen Havelberg 16 Fahrzeuge in Brand.

In Dresden brannten im April 2009 42 Militärfahrzeuge auf dem Gelände einer Offiziersschule des Heeres. Der Verdacht der Ermittler konzentrierte sich bei dieser Brandstiftung auch auf militante antimilitaristische Gruppen. Ermittelt wurden die Täter bisher jedoch nicht. Bei dem Feuer entstand ein Schaden von mindestens fünf Millionen Euro. In Hannover waren im Juni vergangenen Jahres 13 Fahrzeuge der Bundeswehr angezündet worden.

Auch die Polizei war bereits mehrfach Ziel von Brandanschlägen. So warfen im Juni dieses Jahres etwa 40 Vermummte in Berlin Bengalos und Brandsätze auf Polizisten. Eine Beamtin wurde dabei nur knapp verfehlt, ein Einsatzwagen ging in Flammen auf. Die Polizei in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) meldete zu Jahresbeginn einen Brandanschlag auf das dortige Polizeirevier. Unbekannte hatten Feuer in einem Nebeneingang gelegt. Wenige Tage später brannten dort zwei nagelneue Streifenwagen aus, zwei weitere Polizeiautos wurden bei dem Brand beschädigt.

Franziska Höhnl, dpa

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