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Vater schüttelte sein Baby zu Tode - drei Jahre Haft

Vater schüttelte sein Baby zu Tode - drei Jahre Haft

Ein 23-Jähriger, der sein schreiendes Baby zu Tode geschüttelt hatte, ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Gera blieb mit seinem Urteil am Dienstag deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von fünf Jahren und zehn Monaten.

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Ein Moment, der viele Eltern an ihre Grenzen gebracht hat, endete tödlich. Das drei Monate alte Mädchen schrie und schrie - und sein junger Vater war irgendwann überfordert und schüttelte das Baby. Kurz darauf starb es.

Quelle: dpa

Gera. Der Mann aus Pößneck, den Zeugen als eigentlich liebevollen Vater beschrieben, hatte Ende November vergangenen Jahres seine drei Monate alte Tochter so heftig geschüttelt, dass sie fünf Tage später an dem Trauma starb. Das kleine Mädchen soll den gesamten Tag über unaufhörlich geschrien haben, so dass sich der Vater nach Ansicht der Anklage überfordert gefühlt habe. Mit dem Schütteln habe er es zur Ruhe bringen wollen.

Der 23-Jährige war am Nachmittag des 28. November 2010 für die Betreuung seiner kleinen Tochter zuständig, weil seine Lebensgefährtin und deren Sohn außer Haus waren. Der Mann hatte im Ermittlungsverfahren bereits bei der Polizei gestanden, das Baby geschüttelt zu haben. In der Verhandlung schilderte er den Ablauf nach Gerichtsangaben aber nicht detailliert. Das Gericht habe sich daher vor allem auf das rechtsmedizinische Gutachten stützen müssen, wonach die tödlichen Verletzungen nur von dem heftigen Schütteln verursacht worden sein konnten. Die Verteidigung hatte Freispruch beantragt.

In einem anderen Fall dieser Art hatte das Landgericht im März einen 26-Jährigen für zehn Jahre ins Gefängnis geschickt, weil er seinen zweieinhalb Monate alten Sohn aus Wut über dessen Schreien kräftig geschüttelt und auf den gefliesten Fußboden geworfen hatte. Der Mann hatte das Kind bereits vorher über Wochen hinweg gequält und ihm dabei unter anderem einen Armknochen gebrochen.

dpa

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