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Verbrannte Frauenleiche in Zwickau - 27-Jähriger gesteht Missbrauch und Tötung

Verbrannte Frauenleiche in Zwickau - 27-Jähriger gesteht Missbrauch und Tötung

Im Zwickauer Prozess um den acht Monate zurückliegenden Tod einer 23-jährigen Frau hat der Angeklagte das Verbrechen eingeräumt und sich bei der Familie des Opfers entschuldigt.

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Der Angeklagte wird am Donnerstag (13.10.2011) im Landgericht Zwickau zur Anklagebank geführt. Der Zwickauer soll am 12. Februar diesen Jahres eine Frau vergewaltigt und ermordet haben.

Quelle: dpa

Zwickau. Es tue ihm „sehr leid, was passiert ist“, sagte der 27-Jährige am Donnerstag zum Prozessauftakt am Landgericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und versuchte Vergewaltigung vor. Laut Anklage brachte er die junge Frau in den Morgenstunden des 12. Februar in Zwickau auf menschenleerer Straße zu Fall, würgte sie und hielt ihr Mund und Nase zu - woraufhin sie an Blut und Erbrochenem erstickte. Anschließend habe er sein Opfer in die Wohnung gebracht, es in der Badewanne gewaschen und sich auf dem Schlafzimmerbett sexuell an der Toten vergangen, um seinen Trieb zu befriedigen.

Vor Gericht legte der Angeklagte ein ausführliches Geständnis ab - ohne allerdings eine Tötungsabsicht zu bestätigen. Dafür räumte er ein, dass er die Leiche nach dem Geschlechtsverkehr in ein Bettlaken eingewickelt, eine Nacht später in ein Waldstück bei Crimmitschau gebracht, dort mit Benzin übergossen und angezündet habe. Eine Autofahrerin hatte damals die Flammen bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.

Er sei nach einem gemeinsamen Besuch mit Freunden in der Disco allein mit dem Auto ziellos in der Stadt herumgefahren, um laut Musik hören zu können, sagte der gelernte Gebäudereiniger vor Gericht. Schließlich sei ihm sein späteres Opfer aufgefallen - wegen der roten Haare, Strähnchen und der schlanken Figur. Zunächst sei er an der Frau vorbeigefahren, habe einige Meter weiter sein Auto geparkt, sei ausgestiegen und ihr entgegengekommen. Auf seine Frage „Hey, haste Lust auf nen One-Night-Stand?“ habe die Frau aber ablehnend reagiert und ihn im Vorbeigehen an der Schulter geschubst.

Dies habe ihn „geärgert“, woraufhin er „ganz schön heftig“ zurückgestoßen habe. Die 23-Jährige ist dann nach Worten des Angeklagten hingefallen, er würgte sie mit einem Schlüsselband, bis sie sich nicht mehr geregt hat. Erst in seiner Wohnung habe er sich vom Tod der Frau überzeugt.

Das Gericht äußerte Zweifel an Details des vom Angeklagten geschilderten Tatablaufs - es geht offenbar genauso wenig wie die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der zur Tatzeit 26-Jährige sein Opfer nur mit dem Schlüsselband gewürgt hat. Über Spermaspuren war die Polizei in ihren Ermittlungen an den Angeklagten geraten, der wegen einer Vorstrafe als Brandstifter Eingang in die bundesweite DNA-Datenbank gefunden hatte.

Zur Tatzeit war der gebürtige Zwickauer als Praktikant eines Radiosenders kurzzeitig an der späteren Berichterstattung über das Verbrechen beteiligt. Auch Details dazu könnten in den nächsten sieben, bis Anfang November angesetzten Verhandlungsterminen eine Rolle spielen.

Tino Moritz, dpa

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