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Verpuffung in Geithain - Säure tritt in Wäscherei aus

Verpuffung in Geithain - Säure tritt in Wäscherei aus

Aufatmen am Freitagmittag in Geithain: Kein Mitarbeiter der Getex wurde verletzt, als es Donnerstagabend gegen 23 Uhr zu einer Verpuffung im Waschmittellager des Unternehmens, einer Niederlassung der Puschendorf Textilservice GmbH, kam.

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Bei einer Explosion in dieser Wäscherei in Geithain ist Ameisensäure ausgetreten.

Quelle: Thomas Lang

Geithain. Zwei Mitarbeiter des Wäscherei-Unternehmens im Neubaugebiet, 23 und 37 Jahre alt, galten zunächst als leicht verletzt und kamen zur Untersuchung in das Bornaer Krankenhaus. „Sie sind unverletzt geblieben und kommen am Montag wieder zur Arbeit", war Carsten Puschendorf, der geschäftsführende Gesellschafter, gestern Nachmittag erleichtert.

„Eine Gefahr für die übrigen Mitarbeiter dieser Firma und für die Bevölkerung im angrenzenden Wohngebiet bestand nicht", sagte Freitag früh Polizeihauptkommissar Peter Kampnick.

„Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dieser Verpuffung kam", erklärte auf LVZ-Nachfrage Michael Hille, Pressesprecher der Polizeidirektion Westsachsen. Dazu sicherten Kriminaltechniker Spuren. Die Polizei befragte die beiden Mitarbeiter, hörte Zeugen und fotografierte den betroffenen Bereich.

Die beiden Männer wollten kurz vor dem Ende der Spätschicht ein neues Fass mit einem Waschhilfsmittel anschließen, das Ameisensäure enthält – das ist eine farblose, ätzende und reizende Substanz, die Gesundheitsschädigungen hervorrufen kann. Durch die Verpuffung ist das Fass leck geschlagen und rund 25 Liter seines Inhaltes traten aus. Zu einem Brand oder ähnlichen Reaktionen kam es nicht.

Der Raum wurde nach der Verpuffung verschlossen und abgeriegelt. Feuerwehr und Katastrophenschutz waren mit fünf Fahrzeugen und 20 Kameraden zur Stelle. Die Geithainer Wehr wurde durch den Bornaer Gefahrgut-Wagen unterstützt. Auch der Kreisbrandmeister und Vertreter des Umweltamtes machten sich vor Ort ein Bild von der Situation. „Unsere erste Aufgabe war es, eine Lageerkundung durchzuführen", sagte Geithains stellvertretender Stadtwehrleiter Holger Gwozdz, der Einsatzleiter.

Die Feuerwehrleute haben mit speziellen Gefahrgutfahrzeugen die ausgelaufene Flüssigkeit gebunden, bis 4.30 Uhr waren die Helfer auf dem Betriebsgelände, das die Polizei gesichert hatte. Danach übergaben die Feuerwehrleute an die Geschäftsführung des Unternehmens.

Eine Spezialfirma entsorgte die ausgelaufene Flüssigkeit gestern früh. Gegen 7 Uhr, rund eine Stunde später als sonst, konnte laut Puschendorf die Produktion normal starten. Ausgefallen seien die sonst üblichen Nacharbeiten in der Nacht, so der Geschäftsführer. Er hob gestern gegenüber unserer Zeitung hervor, wie professionell der Einsatz aller Helfer – ob Polizei, Feuerwehr oder Behörden – abgelaufen sei und wie gut die Zusammenarbeit geklappt habe.

„Da wir im Unternehmen nach allen definierten Sicherheitsstandarts arbeiten, haben wir großes Interesse, die Ursache des Vorfalls herauszufinden, um die Sicherheitsvorkehrungen, falls notwendig, noch weiter zu erhöhen", betonte Puschendorf, der noch in der Nacht in der Getex eingetroffen war. Geithain ist einer von drei Standorten des Unternehmens.

es/ie

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