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Zahl der Wohnungseinbrüche in Sachsen steigt rasant - Polizeigewerkschaften schlagen Alarm

Zahl der Wohnungseinbrüche in Sachsen steigt rasant - Polizeigewerkschaften schlagen Alarm

Aufgehebelte Türen, eingeschlagene Fenster - immer mehr Wohnungen in Mitteldeutschland werden von Dieben aufgebrochen. Die Entwicklung sei auch eine Folge zurückgehender Polizeipräsenz, sagte Rainer Wendt, der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, am Dienstag bei einem Fachkongress für Sicherheitstechnik in Leipzig.

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Aufgehebelte Türen, eingeschlagene Fenster - immer mehr Wohnungen in Mitteldeutschland werden von Dieben aufgebrochen.

Quelle: dpa

Leipzig. 6840 Wohnungsdiebstähle musste Sachsens Polizei im vergangenen Jahr aufnehmen, im Vergleich zum Vorjahr 539 Fälle mehr. Das entspricht einer Steigerung von 8,6 Prozent und einem Schaden von 9,6 Millionen Euro. Noch nicht eingeschlossen dabei sind Diebstähle aus Boden, Kellern oder Waschküchen (15174). Hier betrug die Steigerung gegenüber dem Jahr 2011 sogar 14,4 Prozent. Detaillierte Zahlen für die sächsischen Großstädte liegen laut Auskunft des Innenministeriums noch nicht vor.

In Thüringen blieb die Zahl der Wohnungseinbrüche weiter auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 1899 Diebstähle aus Wohnungen, nur fünf weniger als 2011. In den Jahren zuvor musste die Polizei im Durchschnitt nur etwa 1500 Mal und damit deutlich seltener wegen Einbruchs ausrücken. Bei Dieben immer beliebter werden auch Wochenendhäuser und Gartenlauben. Die Polizei registrierte eine Zunahme um knapp sechs Prozent auf 1674 Einbrüche.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schlägt angesichts der Entwicklung Alarm. Seit 2008 sei die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Bundesrepublik insgesamt um fast 30 Prozent gestiegen. GdP-Chef Bernhard Witthaut appellierte an alle Bundesländer, sich an einem bundesweiten Lagebild zu beteiligen. "Um den reisenden Diebesbanden polizeilich auf Augenhöhe zu begegnen, ist ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen dringend notwendig." Das sehen auch die Innenminister von Bund und Ländern mittlerweile so, die das Thema in den Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Konferenz im Mai stellen wollen.

Die steigende Zahl der Wohnungseinbrüche sei auch eine Folge des massiven Stellenabbaus bei der Polizei, sagte Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft, am Dienstag in Leipzig. In Sachsen soll die Zahl der Stellen von 2010 bis 2020 um rund 2200 auf 8670 abgebaut werden, in Thüringen sind es bereits nur noch 6470. Normale Streifenfahrten zur Kontrolle gebe es kaum noch, so Wendt. Neben einer bundesweit übergreifenden Zusammenarbeit hält er zudem eine Sensibilisierung der Bevölkerung für notwendig.

Auch das sächsische Innenministerium setzt insbesondere in Leipzig auf sicherheitstechnische Aufklärung der Wohnungsbesitzer. Die Zunahme der Einbrüche sieht man gelassen. "Wir haben bundesweit einen Anstieg", sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU). "Aber erfreulicherweise sind wir in Sachsen bei der Aufklärung gut." Dass die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr von 30 Prozent auf 26 sank, erklärt er mit "statistischen Schwankungen".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2013

rh/sas/bü/ck

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