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Zugunfall in Schkeuditz: Experte vermutet Ursachen in den Gleisen – Ermittlungen dauern

Zugunfall in Schkeuditz: Experte vermutet Ursachen in den Gleisen – Ermittlungen dauern

Nach der Entgleisung einer Regionalbahn am Dienstagmorgen am Bahnhof in Schkeuditz läuft die Ursachenforschung auf Hochtouren. Experten der Schweriner Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle (EUB) und der Bundespolizei haben damit begonnen, sicher gestellte Indizien zu analysieren.

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Nach der Entgleisung eines Zuges am Dienstag am Bahnhof Schkeuditz suchen Experten nach der Ursache. (Archivfoto)

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ergebnisse seien vorerst nicht zu erwarten, hieß es am Mittwoch. Dafür wagt Günter Löffler, Hochschullehrer an der TU Dresden mit Fachgebiet Entgleisungssicherheit, eine Ferndiagnose: Die Gründe sind wahrscheinlich in den Gleisanlagen zu suchen, sagte Löffler am Mittwoch gegenüber LVZ-Online.

Wie der Professor für Technik spurgeführter Fahrzeuge weiter erklärte, sei es ohnehin eher ungewöhnlich, dass Personenzüge aus den Schienen geraten. „Die haben ein gutes Abfederungssystem, damit kann Vieles ausgeglichen werden. Aus meiner Sicht war der Zug in Ordnung“, so Löffler, der sich im Internet Bilder vom Unglück angesehen hat. Eine Einschätzung aus der Ferne sei zwar Spekulation: „Aber ich denke, es kann nur etwas an den Gleisen gewesen sein – vielleicht ein Fremdkörper, der dort gelegen hat.“

Anschlagsverdacht kein Thema – Bahn lässt Schweller austauschen

Mutwillige äußere Einwirkungen, wie bei einem Anschlagsversuch, stehen laut Bundespolizei derzeit nicht auf der Agenda. „Das ist sehr unwahrscheinlich“, so Sprecher Jens Damrau. Die Beamten ermitteln dennoch ergebnisoffen und sind derzeit mit der elektronischen Auswertung von Fahrtenschreiber und Co. beschäftigt. „Ich denke das wird Minimum eine Woche dauern“, sagte Damrau. Erst danach lasse sich rekonstruieren, was sich am Schkeuditzer Bahnsteig abgespielt habe.

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Leipzig/Schkeuditz. Nach dem Zugunglück am Dienstagmorgen am Bahnhof in Schkeuditz haben Experten des Eisenbahnbundesamtes (EBA) die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Dazu wurde ein Team der Schweriner Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle (EUB) in Richtung Leipzig beordert. Die Regionalbahn war gegen 7.30 Uhr auf der S-Bahn-Strecke zwischen Leipzig und Halle aus den Schienen gesprungen.

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Das am Dienstag vom Eisenbahnbundesamt (EBA) nach Schkeuditz beorderte Unfallteam der EUB will auch erst einmal keine Fehlerquelle ausschließen. „Die Kollegen lassen sich Instandhaltungsdokumente des Zuges schicken, haben aber auch Messungen zur Gleislage gemacht“, so EBA-Sprecher Moritz Huckebrink. Erkenntnisse können auch  hier noch dauern, seien abhängig davon, wie schnell sich die benötigten Dokumente beschaffen ließen.

Derweil hat die Deutsche Bahn nach dem Abtransport des Unfallzuges am Dienstag mit dem Austausch von 580 Schwellen an den erst 2004 neu gebauten Gleisen begonnen. Wie eine Bahn-Sprecherin erklärte, seien diese auf einer Länge von 350 Metern beim Unfall in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein Ende der Arbeiten war am Mittwochnachmittag noch nicht abzusehen. Der Schkeuditzer Bahnhof könne deshalb von der S-Bahn bis auf Weiteres nicht angefahren werden. Zwischen Leipzig-Wahren und Schkeuditz wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Matthias Puppe

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