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23.000 Menschen bei Maikundgebungen in Sachsen

Deutlicher Zuwachs 23.000 Menschen bei Maikundgebungen in Sachsen

Vor der Bundestagswahl machen die Gewerkschaften Druck und fordern mehr soziale Gerechtigkeit. Das Motto der diesjährigen Maikundgebungen ging in Sachsen auf. 23.000 Menschen kamen – deutlich mehr als im Jahr zuvor.

Wie hier in Leipzig gingen vielerorts in Sachsen Menschen zu den Maikundgebungen auf die Straße – insgesamt 23.000.
 

Quelle: Christian Modla

Dresden - . Am Tag der Arbeit haben nach DGB-Angaben 23 000 Menschen an den Maikundgebungen der Gewerkschaften in Sachsen teilgenommen - deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Unter dem Motto „Wir sind viele, wir sind eins“ unterstrichen die Gewerkschaften dabei knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl ihre Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Die sozialen Abstiegsängste vieler Menschen müssten ernst genommen und entschlossen dagegen vorgegangen werden, sagte die Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Iris Kloppich, bei einer Kundgebung in Dresden. „Die Spaltung in arm und reich wird immer offensichtlicher. Eine neue Steuerpolitik ist nötig, die niedrige und mittlere Einkommen entlastet.“ Sie forderte eine Stabilisierung der Renten. „Altersarmut darf es in einem reichen Land wie Deutschland nicht geben.“

Leipzig: Höbel fordert Schutz der Tarifverträge

In Leipzig forderte der Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Olivier Höbel, guten Lohn für gute Arbeit. „Tarifverträge schützen und nutzen nicht nur den Arbeitnehmern, sondern schaffen für die Arbeitgeber klare Wettbewerbsregeln.“ Er forderte die Politik auf, die Tarifautonomie zu stärken. „Wir werden uns im Wahlkampf zur Bundestagswahl sehr genau ansehen, welche Parteien für arbeitnehmerfreundliche Positionen stehen und welche nicht.“

Hunderte Menschen folgten in der Messestadt dem Aufruf von DGB und Linke Leipzig und zogen mit einer lautstarken Demonstration von der Südvorstadt zur Kundgebung auf dem Markt.

Stärkung der Arbeitslosenversicherung

Sachsens DGB-Vize Markus Schlimbach mahnte eine Stärkung der Arbeitslosenversicherung an. „Es darf nicht sein, dass ein Viertel der Arbeitslosen direkt in das Hartz IV-System abrutscht“, sagte er in Freiberg. Die Arbeitslosenversicherung müsse die Menschen beim Strukturwandel begleiten.

 Insgesamt hatte der DGB am Montag zu 14 Maikundgebungen in Sachsen aufgerufen. Im vergangenen Jahr hatten im Freistaat nach DGB-Angaben rund 18 000 Menschen an den Kundgebungen teilgenommen.

Bündnis gegen Rechts in Bautzen

In Bautzen stellte sich nach einer DGB-Veranstaltung ein breites Bündnis mit einer Menschenkette einer Kundgebung der rechtsextremen NPD entgegen. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vertreten. Zu größeren Zwischenfällen kam es nicht. „Es war aus polizeilicher Sicht ein entspannter Einsatz“, sagte ein Sprecher. Während sich in der Menschenkette bis zu 700 Teilnehmer die Hände gereicht hätten, seien bei den Rechtsextremisten rund 100 Teilnehmer zusammengekommen.

Von LVZ

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