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34 Cent mehr: Mindestlohn-Erhöhung stößt auf geteiltes Echo in Sachsen

Ab 2017 34 Cent mehr: Mindestlohn-Erhöhung stößt auf geteiltes Echo in Sachsen

34 Cent sind eine harte Nuss für Sachsens Handwerker, sagt deren Verbandspräsident anlässlich der anstehenden Mindestlohnerhöhung. Um diesen Betrag soll der Mindestlohn ab 2017 steigen. Die Gewerkschaft hält den Kompromiss hingegen für angemessen, die Linke fordert mehr.

Mindestlohnerhöhung: 34 Cent gibt es ab 2017 mehr, und damit 8,84 Euro in der Stunde.

Quelle: dpa

Dresden. Die geplante Erhöhung des Mindestlohns ist in Sachsen auf geteiltes Echo gestoßen. Sachsens DGB-Chefin Iris Kloppich hält die geplante Erhöhung des Mindestlohnes für einen vertretbaren Kompromiss. «In Sachsen kommt die erste Erhöhung des Mindestlohns rund 370 000 Geringverdienern zugute, das ist fast jeder vierte Beschäftigte», erklärte Kloppich am Dienstag. Mit der neuen Lohnuntergrenze würden sie künftig etwas besser über die Runden kommen. Der höhere Mindestlohn wirke sich zudem positiv auf die Kaufkraft sowie die Steuer- und Sozialsysteme aus.

Die Lohnuntergrenze soll Anfang 2017 von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde steigen. Das legte die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Berlin fest.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bezeichnete die Erhöhung als angemessen. «Es ist aber keine sozialpolitische Wohltat, es bleibt eine Sittlichkeitsgrenze.» Sachsen brauche keine Niedriglöhne, sondern vor allem konkurrenzfähige Löhne. «Denn wir bekommen nur Fachkräfte, wenn wir sie ordentlich bezahlen.»

Der Sächsische Handwerkstag äußerte dagegen Bedenken: «Für viele Kleinunternehmen in strukturschwachen ländlichen Regionen mit einer ohnehin geringeren Kaufkraft wird diese Nuss nur schwer zu knacken sein», sagte Präsident Roland Ermer. Vor allem Bäcker, Fleischer, Konditoren und Kunsthandwerker seien betroffen. Durch den Mindestlohn-Zuschlag öffne sich die Kostenschere zwischen industriell und handwerklich gefertigten Produkten weiter, so die Befürchtung.

Nach Ansicht der Linken reicht die geplante Anhebung nicht aus. «Eine Erhöhung um nur 34 Cent ist enttäuschend und hilft den vielen Niedriglohnbeziehern in Sachsen kaum aus der Armut heraus», bemerkte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Um im Alter nicht auf die Grundsicherung angewiesen zu sein, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund 11,68 Euro erforderlich. Die Linke fordert daher einen Stundenlohn von 12 Euro - ohne Ausnahmen.

LVZ

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