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41 neue Straßenbahnen für Leipzig: Solaris-Wagen sollen Tatras bis 2020 ablösen

41 neue Straßenbahnen für Leipzig: Solaris-Wagen sollen Tatras bis 2020 ablösen

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben bei dem polnischen Anbieter Solaris 41 neue Straßenbahnen bestellt. Die Lieferung von fünf Bahnen steht fest, für 36 gibt es eine Option.

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Fahren allmählich aufs Abstellgleis...die Tatrabahn der LVB.

Quelle: LVZOnline .

Leipzig. Die neuen Wagen sollen bis 2020 die alten Tatra-Bahnen ablösen. Da Leipzig den KWL-Prozess in London gewonnen hat, stünden nun die finanziellen Mittel zur Verfügung, so die LVB am Donnerstag.

Die Stadt Leipzig hat sich jüngst mit ihrem Verkehrskonzept zur Bedeutung von Bus und Bahn für die Mobilität der wachsenden Großstadt bekannt. Für die Anschaffung der ersten fünf Bahnen fließen außer Landes-Fördermitteln von 50 Prozent zusätzlich vier Millionen Euro von der Stadt. Nach LVZ-Informationen hat der Solaris-Auftrag insgesamt ein Volumen von rund 120 Millionen Euro.

Die hiesige Heiterblick GmbH hatte im November Befürchtungen geäußert, dass mit der Vergabe an Solaris Arbeitsplätze in Leipzig auf dem Spiel stehen könnten. Das EU-weite Vergabeverfahren sei wegen eines Nachprüfungsantrags Anfang 2015 durch die Vergabekammer des Freistaats beurteilt und bestätigt worden, teilten die LVB nun mit. Deshalb könne der Auftrag jetzt offiziell ausgelöst werden.

Am Donnerstag verkündeten die LVB und Solaris auch, dass ein Schwerpunkt auf der regionalen Wertschöpfung liege. So sollen Klimatechnik oder elektronische Bauteile aus der Region kommen. Etwa ein Drittel des Fahrzeuges werde von Zulieferbetrieben aus Mitteldeutschland gefertigt.

Die neuen Fahrzeuge sollen 2,3 Meter breit und etwa 38 Meter lang sein. Damit erreichen sie die Dimension der zuletzt angeschafften XXL-Bahnen. 220 Fahrgäste finden Platz in den Wagen. Der Niederfluranteil beträgt 65 Prozent, teilten die LVB mit.

„Die Investitionen in der LVB-Gruppe bewegen sich nun schon seit einigen Jahren auf einem hohem Niveau“, sagte Norbert Menke, Aufsichtsratvorsitzender der Verkehrsbetriebe. Die Investitionsoffensive werde nun fortgesetzt. Möglich werde das durch den positiven Verlauf des KWL-Prozesses: Der High Court of Justice hatte entschieden, dass die Großbank UBS aus illegalen Finanzgeschäften mit den Kommunalen Wasserwerken keine Millionen-Ansprüche an die Kommune geltend machen kann.

KWL, Stadtwerke und Verkehrsbetriebe sind unter dem Dach der kommunalen Managementholding LVV vereint. Der öffentliche Nahverkehr wird durch Erlöse in den anderen Geschäftsbereichen gestützt.

Evelyn ter Vehn

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