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600 Amazon-Mitarbeiter demonstrieren auf dem Leipziger Augustusplatz

600 Amazon-Mitarbeiter demonstrieren auf dem Leipziger Augustusplatz

Rund 600 Amazon-Mitarbeiter haben am Freitag auf dem Leipziger Augustplatz für einen Tarifabschluss bei dem Versandriesen demonstriert. „Wir werden nicht nachlassen, bis wir einen Tarifvertrag haben“, sagte Jörg Lauenroth-Mago von der Gewerkschaft Verdi bei der einstündigen Kundgebung vor der Oper.

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Amazon-Mitarbeiter aus Leipzig und Bad Hersfeld demonstrieren auf dem Augustusplatz. Sie fordern einen Tarifabschluss bei dem Versandriesen.

Quelle: dpa

Leipzig. Fast ein Drittel der Teilnehmer war per Bus aus dem hessischen Bad Hersfeld gekommen, wo Amazon sein größtes Versandzentrum in Deutschland betreibt. Am Vormittag waren sie von mehr als 400 Streikenden am Leipziger Versandzentrum in der Torgauer Straße begrüßt worden. Zu Fuß zog der Demonstrationszug dann die sechs Kilometer Richtung Innenstadt. Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Demoroute.

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Bad Hersfeld/Leipzig. Unterm Weihnachtsbaum könnten diesmal manche Geschenke fehlen: Die Gewerkschaft Verdi hat wieder Streiks beim US-Versandhändler Amazon angekündigt. „Hundertprozentig legen wir über Advent die Arbeit nieder“, sagte der Verdi-Vertreter bei dem Online-Versandriesen in Bad Hersfeld, Heiner Reimann. Das gelte auch für die Niederlassung in Leipzig. „Ziel ist natürlich, dass Weihnachtspakete liegen bleiben.“

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Streik wird noch bis Sonnabend fortgesetzt

Bei Amazon werden die Versandzentren in Leipzig und Bad Hersfeld bereits zum sechsten Mal bestreikt. Erstmals hatte Verdi am Donnerstag zu einer dreitägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Ausstand geht noch bis zum Sonnabend. Wenn sich Amazon weiter nicht bewege, würden weitere Streiks geben, folgen Verdi an. Den ersten Ausstand hatte es im Mai gegeben, nachdem Amazon Sonderungsgespräche mit der Gewerkschaft abgebrochen hatte.

Verdi fordert von dem Internet-Kaufhaus eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt Tarifverträge prinzipiell ab und will darüber auch nicht mit der Gewerkschaft verhandeln. Stattdessen orientiert es sich an den niedrigeren Sätzen der Logistikbranche.

Zuletzt wurde aber bereits nachgebessert: Seit Anfang September zahlt Amazon in seinem Leipziger Versandzentrum mindestens 9,55 Euro pro Stunde, drei Prozent mehr als bisher. Auch Weihnachtsgeld soll es erstmals geben: 400 Euro. Verdi fordert dagegen mindestens 10,66 Euro pro Stunde – und auch mehr Weihnachtsgeld.

Frank Johannsen

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