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Alte Baumwollspinnerei soll Heimstatt für innovative Firmengründer in Leipzig werden

Alte Baumwollspinnerei soll Heimstatt für innovative Firmengründer in Leipzig werden

Die Handelshochschule Leipzig (HHL) und die Immobilienentwickler der Plagwitzer Baumwollspinnerei haben ein neues Angebot für innovative Firmengründer im Blick: Solche Gründer sollen in der kreativen Atmosphäre der von Künstlern bevölkerten Baumwollspinnerei bis zu sechs Monate lang unter optimaler Bedingungen kostenlos Ideen entwickeln und deren wirtschaftliche Verwertung vorantreiben können.

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Haben große Pläne: Tillmann Sauer-Morhard, Gerd Harry Lybke und Andreas Pinkwart (von links).

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Während dieser Zeit sorgt die HHL für qualitativ hochkarätige Mentoren und Investoren, die neben Geld auch Experten bereitstellen sowie internationale Erfahrungsaustausche möglich machen. "Wir haben bis jetzt acht starke Investoren gefunden, die das Projekt unterstützen", erklärte gestern HHL-Rektor Andreas Pinkwart. Zu diesen Investoren würden unter anderem Großverlage und der Autobauer Porsche zählen. Sie würden die Gründer fördern, ohne auf eine Beteiligung an deren Firmen zu bestehen, betonte er. Erst wenn größere Mengen von Kapital für die Expansion benötigt würden, werde über Beteiligungen verhandelt. "Die Höhe des Kapitals ist kaum begrenzt", so der Rektor - vorausgesetzt, die neuen Geschäftsmodelle seien entsprechend tragfähig.

Die Immobilienentwickler der Baumwollspinnerei stellen in ihrer Halle 14 eine rund 800 Quadratmeter große Bürofläche kostenlos für das Projekt bereit und richten sie in den nächsten Wochen her. Dort sollen bis zu zehn Teams von jeweils vier Mitarbeitern arbeiten und dabei auf leistungsstarke Glasfaser-Datennetze und einen Büroservice zurückgreifen können. "Wir wollen der kreativste Ort in Deutschland für Kunst und Kultur werden", sagte Tillmann Sauer-Morhard, Eigentümer der Baumwollspinnerei. Deshalb sei man auch bereit, an der Entwicklung kreativer Unternehmen mitzuwirken, "die in zwölf oder 24 Monaten zu adäquaten Mietern für uns heranwachsen können".

Rektor Pinkwart betonte, dass das Projekt eine rein private Initiative ist und neben innovativen Firmengründern auch große bestehende Unternehmen angesprochen werden sollen, die "ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln oder etwas ganz Neues an den Start bringen wollen". Dies sei nicht in einer Konzernzentrale möglich, dafür werde ein Gelände gebraucht, das dazu einlädt, ganz ungezwungen zu diskutieren. Solchen Firmen werde angeboten, ihre angestellten Mitarbeiter unter fachlicher Betreuung durch die HHL eine gewisse Zeit in der kreativen Atmosphäre der Baumwollspinnerei arbeiten zu lassen.

Hinter dem Projekt steht auch Gerd Harry Lybke, geistiger Mitbegründer und wesentlicher Förderer der sogenannten Neuen Leipziger Schule um Neo Rauch. "Hier treffen die Gründerteams auf einen besonderen Geist", betonte Lybke. "In der Baumwollspinnerei arbeiten Künstler mit weltweitem Renommee und auch viele Kunstsammler sind dort regelmäßig zu Gast, die selber erfolgreich Unternehmen gründeten und sich für das Areal engagieren."

Welche Existenzgründer die kostenlosen Angebote nutzen dürfen, wird von einem Beirat entschieden, den die HHL und die Baumwollspinnerei bestücken. Im Fokus stünden vor allem digitale Geschäftsmodelle, die derzeit viele Branchen verändern, so Pinkwart. "Es geht uns nicht nur um Internetfirmen, sondern um interdisziplinäre Unternehmen", betonte der Rektor. Die Geschäftsmodelle sollten das Potenzial haben, den internationalen Markt anzusprechen. "Das ist notwendig, damit Investoren investieren und Unternehmen schnell wachsen. Wir wollen hier starke Firmen entwickeln."

www.hhl.de/SpinLab

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2014

Tappert, Andreas

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