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Apfelsaison in Sachsen beginnt - gute Qualität erwartet

Obstbauern rechnen mit guter Ernte Apfelsaison in Sachsen beginnt - gute Qualität erwartet

Rot, süß, knackig: An Sachsens Apfelbäumen reifen die ersten Früchte. Die Qualität ist vielversprechend. Die Keltereien rüsten sich für die Hauptsaison.

In Sachsen beginnt die Apfelernte.

Quelle: André Kempner

Seelitz. In Sachsen beginnt in diesen Tagen die Apfelernte. Los geht es nach Angaben des Landesverbandes Sächsisches Obst mit frühen Sorten, die Haupternte startet in zwei bis drei Wochen. „Wir rechnen mit einer guten Ernte“, sagte Geschäftsführer Udo Jentzsch am Freitag. Auf dem Obstgut Seelitz (Landkreis Mittelsachsen) wurde die Saison offiziell eröffnet. Die Obstbauern gehen allerdings davon aus, dass die Ernte mit einer Menge von rund 88 000 Tonnen etwa sechs Prozent unter dem Niveau des Vorjahres bleibt. Im Apfeljahr 2015 wurden knapp 94 000 Tonnen gepflückt.

Dennoch sind die Obstbauern mit Größe, Qualität und Geschmack der Äpfel zufrieden. „Das Zucker-Säure-Verhältnis ist sehr gut“, lobte Jentzsch. Die Sonne am Tag und kühle Nächte sorgten zudem für eine schöne Färbung der Früchte. Die Landwirte hoffen, dass es in den nächsten Tagen nicht zu heiß wird - sonst könnten die Äpfel am Baum gewissermaßen „verkochen“. Sorge bereitet den Obstbauern das Russland-Embargo und das große Apfelangebot in ganz Europa wegen der guten Apfelernte. Noch seien die Preise stabil, aber die Branche stünde unter Druck, hieß es.

Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) kündigte unterdessen an, künftig den ökologischen Obstbau in Sachsen stärker fördern zu wollen. Im Falle der Genehmigung der EU soll die Umstellung im Obstbau 2017 von 890 Hektar auf 1410 Hektar erhöht werden. Er rief dazu auf, heimische Äpfel zu kaufen. „Einheimisches Obst ist frisch, schmackhaft, gesund“, so der Minister. Zudem würden Umwelt und Klima durch kurze Wege geschont.

12 Betriebe bieten in dieser Saison auch Äpfel zum Selbstpflücken an, unter anderem das Gut Pesterwitz, das Obstgut Seelitz, der Obsthof Wurzen oder Stolle-Obst in Schirgiswalde. „Selbstpflücken hat in den letzten Jahren zugenommen“, so Jentzsch.

Auch die 23 sächsischen Keltereien bereiten sich auf die Hauptsaison vor. „Äpfel sind das Hauptgeschäft“, sagte der Vorsitzende des Fruchtsaftverbandes Sachsen, Andreas Mehlhorn. Viele haben Apfelbäume im Garten oder ernten Streuobstwiesen ab - das Obst lassen sie dann zu Saft verarbeiten. „Die Leute wissen, was sie bekommen“, so Mehlhorn. In der Regel läuft die Lohmosterei bis Ende Oktober. 2015 haben die hiesigen Keltereien knapp 6000 Tonnen Obst zu Saft verarbeitet. Mit einer ähnlichen Menge rechnet Mehlhorn auch für dieses Jahr. Zum Schaupressen und Betriebsführungen laden 15 Betriebe zum ersten Tag der offenen Kelterei am 18. und 19. September ein.

Sachsen gilt als das drittgrößte Anbaugebiet von Äpfeln in Deutschland. Die knackigen Früchte wachsen aktuellen Angaben zufolge vor allem im Raum Dresden und im Muldental. Mit einer Fläche von rund 2500 Hektar machen Äpfel damit mehr als die Hälfte des hiesigen Obstbaus (rund 4200 Hektar) aus. Zu den wichtigsten Apfelsorten gehören Gala, Jonagold und Idared.

LVZ

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