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Arbeitslosigkeit geht in Sachsen weiter zurück - Thüringen mit bestem Wert

Arbeitslosigkeit geht in Sachsen weiter zurück - Thüringen mit bestem Wert

Chemnitz. Hoffnung für den Arbeitsmarkt: Eine kräftige Frühjahrsbrise hat die Arbeitslosigkeit in Sachsen auch im April weiter sinken lassen.

Wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Chemnitz mitteilte, waren in diesem Monat 272 100 Menschen ohne Job. Das seien etwa 16 500 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbsfähigen sank von 13,4 Prozent auf 12,6 Prozent. Vor zwölf Monaten lag der Wert noch bei 14 Prozent. Damals waren rund 303 000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung.

„Die Frühjahrsbelebung ist in diesem Jahr besonders kräftig ausgefallen“, erklärte die Chefin der Regionaldirektion, Jutta Cordt, laut einer Mitteilung. Vor allem auf dem Bau sowie in den sogenannten grünen Berufen fanden Menschen wieder Arbeit. Am meisten profitierten Maurer und Betonbauer, von denen 2100 neue Jobs fanden. Auch Zimmerer und Dachdecker (1250) sowie Maler und Lackierer (900) waren gut vertreten. Bei den grünen Berufen hatten 900 Gartenbauer und 300 Landwirte wieder Arbeit.

Das Frühjahr sei aber nicht der alleinige Grund für den Aufschwung am Arbeitsmarkt, erklärte Cordt. Es gebe saisonbereinigt auch wieder mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Deren Zahl stieg im Februar-Jahresvergleich um etwa 3500. Rund 189 700 oder 70 Prozent der Arbeitslosen sind Empfänger von Arbeitslosengeld II oder der Grundsicherung. Fast 83 000 Menschen nahmen an Arbeitsfördermaßnahmen teil. Würden diese mitgerechnet, wären in Sachsen rund 355 000 Leute arbeitslos, hieß es.

Der Jobmotor war im April-Jahresvergleich einmal mehr das Gesundheits- und Sozialwesen. Innerhalb von zwölf Monaten entstanden in dem Bereich rund 7900 neue Arbeitsplätze, ein Plus von 4,6 Prozent. Stark vertreten sind auch die sogenannten wirtschaftlichen Dienstleistungen mit einem Zuwachs von 10 500 Arbeitsplätzen (6,4 Prozent) innerhalb eines Jahres. Zu diesem Bereich gehört auch die Leiharbeit. Einen Zuwachs verzeichnete auch der öffentliche Dienst.

Sorgen hingegen bereitet weiter das verarbeitende Gewerbe, wo verglichen mit dem April des vergangenen Jahres 11 600 oder vier Prozent der Arbeitsplätze verlorengingen. Eine Entspannung sei noch nicht erkennbar, hieß es, auch wenn sich der Abbau in den vergangenen Monaten abgeschwächt habe.

Auch im Nachbarland In Sachsen-Anhalt ist die Arbeitslosigkeit im April spürbar gesunken. Mitte des Monats waren dort 162 300 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 10 200 weniger als im März und 18 600 weniger als im April 2009, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit  in Halle mit. Es wurden weniger Menschen entlassen, andererseits kamen deutlich mehr in Arbeit, hieß es zur Begründung. „Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich und trotzt den Auswirkungen der Krise“, erklärte der Chef der Regionaldirektion, Kay Senius, in Halle. Die Arbeitslosenquote sank im April auf 13,2 Prozent nach 14 Prozent im Vormonat und 14,5 Prozent vor einem Jahr.

Damit wurde die niedrigste April-Quote seit 1992 erreicht. Im Ländervergleich hat Berlin die höchste Arbeitslosigkeit in Deutschland mit 14,2 Prozent im April, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 13,4 Prozent und Sachsen-Anhalt auf dem drittletzten Platz.

Den besten Wert in Ostdeutschland verzeichnete erneut Thüringen. Im April waren im Freistaat 127 300 Frauen und Männer ohne Job, wie die Landesarbeitsagentur mitteilte. Das sind 10 000 Erwerbslose weniger als im März und 22 400 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 10,7 Prozent nach 11,5 Prozent im März und und 12,5 Prozent im Vorjahr. Das ist die geringste April-Arbeitslosigkeit seit 1991.

Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen im April zum Vormonat um 162 000 auf 3 406 000 gesunken. Das waren 178 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm seit März um 0,4 Punkte auf 8,1 Prozent ab.

dpa

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