Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Auftragsstudie: Ostdeutsche Braunkohle spielt langfristig Rolle im Energiemix

Auftragsstudie: Ostdeutsche Braunkohle spielt langfristig Rolle im Energiemix

Die ostdeutsche Braunkohle kann einer Auftragsstudie zufolge auch künftig eine wichtige Rolle bei der Stromerzeugung spielen - im Mix mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien.

Voriger Artikel
Erstmals mehr Ausbildungsstellen als Bewerber - Wirtschaft beklagt mangelnde Eignung
Nächster Artikel
Sächsisches Gastgewerbe unzufrieden - Geringerer Umsatz trotz Steuererleichterung

Blick auf das Braunkohlekraftwerk Schkopau in der Nähe der gleichnamigen Gemeinde im Saalekreis. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Cottbus. Ihre Stärken seien Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit, heißt es in einer Expertise des Wirtschaftsforschungsinstitutes Prognos, die am Dienstag in Cottbus vorgestellt wurde. Der Energiekonzern Vattenfall Europe und die Mitteldeutsche Braunkohlen AG (Mibrag) hatten sie in Auftrag gegeben.

Demnach lässt sich der Klimaschutz langfristig durch die CCS-Technik zum Verpressen des abgetrennten Kohlendioxids bei der Stromerzeugung erreichen. Zugleich habe die Braunkohlenindustrie das Potenzial, über Jahrzehnte mit Milliarden-Investitionen und zehntausenden Arbeitsplätzen die ostdeutsche Wirtschaft zu stärken.

Der Brandenburger Umweltverband Grüne Liga kritisierte die Studie als „Verzweiflungstat des Stromkonzerns". Am schrittweisen Ausstieg aus der Braunkohle werde kein Weg vorbeiführen, hieß es. Mit einem möglichen Scheitern der CCS-Technik in Deutschland setze sich die Studie nicht auseinander, bemängelte der Kohleexperte René Schuster. Wolfgang Neskovic, Abgeordneter der Linkspartei und Justiziar der Bundestagsfraktion, sprach von einem „verzweifelte Versuch von Vattenfall und Mibrag, bezahlte Schützenhilfe durch externe Stellen zu erhalten".

„Mit den ehrgeizigen Klimaschutzzielen der Bundesregierung eröffnen sich mehr Chancen für die Braunkohle, die wir auch für die Region nutzen wollen", sagte Hartmuth Zeiß, Vorstandschef der in Cottbus ansässigen Bergbau- und Stromsparte des Energiekonzerns Vattenfall Europe. Allerdings müsse jetzt gehandelt werden, um das Zeitfenster von etwa 20 Jahren für die Umrüstung der Kohlekraftwerke mit der neuen CCS-Technik zu nutzen. Im Bundesrat war das CCS-Gesetz Ende September wegen einer Ausstiegsklausel durchgefallen, nun sucht der Vermittlungsausschuss der Länderkammer nach einem Kompromiss.

phpFAKdxx20100928163041.jpg

Braunkohletagebau Reichwalde in Sachsen (Archivbild).

Quelle: dpa

Auch für den Wirtschaftsraum um Leipzig und Halle bleibe die Braunkohlenindustrie der wirtschaftliche Kern, erklärte Joachim Geisler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mitteldeutschen Braunkohlen AG (Mibrag) mit Sitz in Zeitz (Sachsen-Anhalt). Mit dem für 1,3 Milliarden Euro geplanten Braunkohlenkraftwerk in Profen wolle man dieses Engagement weiter ausbauen.

Der Studie zufolge sichert die Braunkohlenindustrie im Osten direkt und indirekt 33 500 Arbeitsplätze. Allein in Brandenburg sind 16 000 Beschäftigte und in Sachsen 10 500 mit diesem heimischen Bodenschatz verbunden. Als Auftraggeber und Investor sei dieser Industriezweig mit einer Wertschöpfung von 2,4 Milliarden Euro im Jahr einer der bedeutendsten regionalen Wirtschaftsmotoren. Die Grüne Liga kritisierte, mit einem neuen Rechenmodell würden der Braunkohlewirtschaft in der Studie etwa zehntausend Arbeitsplätze mehr angedichtet als in einer Prognos-Studie 2006 angegeben waren.

„Bei allen untersuchten Szenarien gibt es ein wirtschaftlich stabiles Umfeld für die Braunkohle in den nächsten 20 Jahren", sagte Rainer Knauber, Vattenfall-Generalbevollmächtigter Berlin/Neue Bundesländer. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müsse Deutschland mit den anderen europäischen Ländern zusammenarbeiten, sagte der Prognos-Projektleiter Frank Peter. „Dieses Szenario haben wir bereits in der Studie eingearbeitet."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr