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Aus für Druckmaschinen-Werk: Bürgermeister enttäuscht – Betriebsrat will kämpfen

Aus für Druckmaschinen-Werk: Bürgermeister enttäuscht – Betriebsrat will kämpfen

Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) hat sich enttäuscht über die angekündigte Schließung der Heidelberger Druckmaschinen AG am Standort Leipzig geäußert.

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Das Werk von Heidelberger Druckmaschinen in Leipzig

Quelle: pd

Leipzig. Das Aus sei ein „schmerzlicher Rückschlag“, so Albrecht am Donnerstag. Sein Bemühen, mit der Geschäftsleitung ins Gespräch zu kommen, erklärte er für „gescheitert“.

Albrecht betonte, nun sei es wichtig, gemeinsam nach Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu suchen. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall kündigten nach Bekanntgabe der Standortschließung umgehend Widerstand gegen die Pläne an. „Wir lassen uns nicht den Arbeitsplatz unter dem Hintern weg an die Konkurrenz verscherbeln", sagte Betriebsratschef Marco Kranz. Leipzigs IG-Metall-Chef Bernd Kruppa stieß ins gleiche Horn: „Das ist alles noch nicht ausgemachte Sache. Die Kollegen hier haben jetzt nichts mehr zu verlieren."

"Das Geschäft hier kann man besser machen"

Mit einem eigenen Alternativkonzept wollen Betriebsrat und Gewerkschaft den Standort noch retten. „Wir können kostengünstig Maschinen bauen, zur Not auch ohne den Konzern", sagte Kranz. Zusammen mit der IG Metall sucht er bereits nach einem neuen Investor, der den Betrieb zumindest in abgespeckter Form weiterführen könnte. "Und dafür gibt es auch Interessenten", sagte Kruppa. "Das Geschäft hier kann man besser machen. Und dann kann es auch funktionieren."

Nach dem Vorbild des erfolgreichen Kampfs um das Leipziger Siemens-Werk in Böhlitz-Ehrenberg 2013 will Kruppa nun auch bei Heidelberger den Druck erhöhen. "Die Fabrik wurde in den letzten Jahren kontinuierlich nach unten gefahren. Und irgendwann stößt jedes Sparprogramm an seine Grenzen." Den Standort einfach zu schließen, sei aber der falsche Weg und schwäche den gesamten Konzern. "Wenn das so umgesetzt wird, gefährdet das auch Arbeitsplätze an den anderen Standorten."

jca / joh

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