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Ausschüttung bei envia M: 61 Millionen Euro für ostdeutsche Kommunen

Ausschüttung bei envia M: 61 Millionen Euro für ostdeutsche Kommunen

Der Energieversorger envia M hat 2009 ohne Sondereffekte einen Jahresüberschuss von 235 Millionen Euro erzielt. Das waren 19 Millionen Euro mehr als 2008, teilte Vorstandschef Carl- Ernst Giesting am Mittwoch in Chemnitz mit.

Chemnitz. Mit Sondereffekten betrug der Jahresüberschuss 296 Millionen Euro und damit 197 Millionen Euro mehr als 2008. Dafür waren unter anderem Wertberichtigungen der Finanzanlagen dank der Erholung der Kapitalmärkte (44 Millionen Euro) sowie Veräußerungsgewinne (31 Millionen Euro) verantwortlich. Der Umsatzerlös ohne Strom- und Energiesteuer stieg laut Geschäftsbericht um knapp 642 Millionen Euro auf 2,8 Milliarden Euro.   

Der Hauptversammlung am Donnerstag wollen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividenden-Ausschüttung von 65 Cent pro Aktie empfehlen, 25 Cent mehr als 2008. Dies brächte rund 700 ostdeutschen Kommunen zusammen 61,4 Millionen Euro ein. Sie halten 38,05 Prozent der Anteile bei envia M, die restlichen 61,95 Prozent hält RWE. Es gilt als sicher, dass die Hauptversammlung dem Vorschlag folgt.  

Bei von 23 633 auf nur noch 21 424 Gigawattstunden sinkender Strom-Abgabe verzeichnete das Unternehmen dennoch ein deutliches Umsatzplus um rund 500 Millionen Euro auf 2,1 Milliarden Euro. Die Verfünffachung des Gasgeschäfts von 733 auf 3273 Gigawattstunden führte zu einem Erlössprung von 29 Millionen auf 111 Millionen Euro.    envia M versorgt nach eigenen Angaben rund 1,35 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und energienahen Leistungen. Im März hatte envia M angekündigt, ab 1. Mai die Strompreise um mehr als sieben Prozent zu erhöhen. Betroffen davon sind alle Kunden der Grundversorgung: 520 000 in Sachsen, 125 000 in Brandenburg, 240 000 in Sachsen-Anhalt und 40 000 in Thüringen.  

Die envia M-Gruppe will laut Vorstandschef Giesting 2020 auch bei Gas Ostdeutschlands Nummer 1 sein, wie bereits jetzt auf dem Strommarkt. Mit Hilfe eines neuen Vertriebskonzeptes soll der Stromabsatz schon 2010 leicht erhöht werden, im Gasgeschäft werden angesichts der Allianz mit Mitgas sogar deutliche Zugewinne erwartet. 2009 hatte envia M 75,39 Prozent der Anteile von Mitgas erworben. Das Geschäft, das noch keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2009 habe, verbessere die Marktchancen beider Unternehmen deutlich, so Giesting.   

envia M war zum Jahresende an 53 Gesellschaften beteiligt, darunter an 25 Stadtwerken. Das Unternehmen beschäftigte nach eigenen Angaben 2029 Mitarbeiter. Das waren 52 weniger als ein Jahr zuvor. Ein weiterer Stellenabbau ist 2010 nicht vorgesehen, hieß es.

dpa

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