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Azubi-Mangel bei Firmen in Leipzig und der Region - Porsche sucht Bewerber für 2013

Azubi-Mangel bei Firmen in Leipzig und der Region - Porsche sucht Bewerber für 2013

Die Firmen in Leipzig und der Region bekommen den Azubi-Mangel immer stärker zu spüren. „Das Potenzial an geeigneten Bewerbern ist mittlerweile nahezu erschöpft", sagte der Hauptgeschäftsführer der Leipziger Industrie- und Handelskammer (IHK), Thomas Hofmann.

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Die Firmen in Leipzig und der Region bekommen den Azubi-Mangel immer stärker zu spüren.

Quelle: dpa

Leipzig. Selbst großen Firmen wie Porsche fällt es immer schwerer, qualifizierten Nachwuchs anzuwerben.

„Auch in diesem Jahr können nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden", so Hofmann. In der IHK-Lehrstellenbörse seien aktuell für den IHK-Bezirk Leipzig für das Ausbildungsjahr 2012 noch 858 freie Ausbildungsplätze zu finden. „Egal ob kaufmännische oder gewerblich-technische Berufe – in allen Bereichen sind noch freie Lehrstellen vorhanden", sagte der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Und auch die Handwerksunternehmen bieten noch Ausbildungsplätze an. Im Kammerbezirk Leipzig gebe es derzeit noch rund 300 unbesetzte Lehrstellen, sagte ein Sprecher. „Alle Handwerksberufe merken einen Rückgang an Bewerbern." Besonders betroffen vom Azubi-Mangel seien Bäcker, Fleischer und Gebäudereiniger. „Der Markt hat sich vollkommen gedreht, es ist ein Kampf um die besten Azubis entbrannt", so der Kammersprecher.

Während viele kleine und mittelständische Betriebe noch nach Auszubildenden für dieses Jahr Ausschau halten, läuft bei Porsche bereits die Suche nach Azubis für das Jahr 2013 mit Hochdruck an. Die lange Vorlaufzeit sei bei großen Konzernen üblich, sagte Leipzigs Personalchef Stefan Althoff. Der Autobauer stellt an seinem sächsischen Standort zum August nächsten Jahres 20 Azubis ein, davon zehn Mechatroniker und zehn KFZ-Mechatroniker. Zwar profitiert das Unternehmen von seinem guten Ruf und befindet sich deshalb in einer vergleichsweise komfortablen Situation, „aber auch wir stellen seit einigen Jahren fest, dass es immer schwieriger wird, Bewerber zu finden, die unseren Ansprüchen gerecht werden", so Althoff. Noch bis Ende September können sich Interessenten dort für das Ausbildungsjahr 2013 bewerben. Viel Wert lege das Unternehmen auf soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit. Daneben seien auch gute Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern sowie handwerkliche Fähigkeiten notwendig. Porsche biete eine attraktive Ausbildung und gute Bezahlung, wirbt der Personalchef um Fachkräfte-Nachwuchs. „Und wenn die dreieinhalbjährige Ausbildung erfolgreich war, gibt es anschließend eine unbefristete Anstellung."

Aber auch alle, die noch für dieses Jahr einen Job suchen, haben gute Aussichten, kurzfristig einen Ausbildungsplatz zu finden. Täglich würden noch freie Plätze über die IHK-Lehrstellenbörse eingehen, sagte Hauptgeschäftsführer Hofmann. „Wir raten Jugendlichen sich weiterhin zu bewerben, auch wenn das gewünschte Bewerberprofil nicht ganz passt." Und wer über den Sommer trotz aller Bemühungen keinen Ausbildungsplatz erhalten habe, sollte mit seinem Berater bei der Arbeitsagentur beziehungsweise dem Job-Center über eine Einstiegsqualifizierung sprechen, empfiehlt die IHK.

Zum 30. Juni dieses Jahres waren bei der Leipziger IHK 1514 abgeschlossene Ausbildungsverträge registriert – 113 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Bei den Handwerksberufen gab es eine Zunahme um sieben Prozent auf 526.

Laut einer Umfrage der IHK liegt die Ausbildungsbereitschaft der hiesigen Unternehmen auf hohem Niveau. Demnach wollen in diesem Jahr 79 Prozent der befragten Firmen mehr oder zumindest im gleichen Umfang wie im Vorjahr ausbilden. „Die Unternehmen sehen in der eigenen Ausbildung den Schlüssel zur Fachkräftesicherung", heißt es. Allerdings sei die Anzahl eingegangener Bewerbungen zuletzt stark gesunken. Rund 22 Prozent der Unternehmen gaben an, für ihre angebotenen Ausbildungsplätze im vergangenen Jahr keine Bewerbungen erhalten zu haben. 2010 lag dieser Anteil noch bei neun Prozent, so die IHK.

Hauptgrund dafür, dass Ausbildungsstellen 2011 nicht besetzt wurden, war aber das Fehlen geeigneter Bewerber. Zwei Drittel der Unternehmen nannten dies als Grund. Deswegen würden mittlerweile immer mehr Firmen notgedrungen die Anforderungen an die Vorbildung der Bewerber senken.

www.ihk-lehrstellenboerse.de

Nils Vor den Tharen

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