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BMW-Händler testen neuen Leipzig-Stromer i3: 2700 kommen zur Schulung ins Werk

BMW-Händler testen neuen Leipzig-Stromer i3: 2700 kommen zur Schulung ins Werk

BMW macht das Leipziger Werk zum riesigen Schulungszentrum: Händler aus aller Welt werden hier derzeit für den Verkaufsstart des in dem Werk gebauten Elektroflitzers i3 fit gemacht.

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Ein Händler startet im BMW i3 durch den Parcours.

Quelle: Frank Johannsen

Leipzig. Noch bis Anfang nächster Woche kommen jeden Tag bis zu 120 BMW-Verkäufer für zwei Tage ins Werk. Am Ende werden es 2700 Teilnehmer sein. Nach einem Blick hinter die Kulissen der Produktion dürfen sie den Stromer dann auf Leipzigs Straßen schon einmal auf Herz und Nieren prüfen.

"Das ist echt der Wahnsinn!" Mit strahlenden Augen steigt Antoine Bourbonneux aus dem schwarzen i3, mit dem er direkt vorm Werk eine Runde durch den hier aufgebauten Parcours drehen durfte. "Das macht ja noch mehr Spaß als im Mini! Der beschleunigt wie eine Rakete." Und mit dem kleinen Wendekreis von weniger als 10 Metern "fühlt man sich ja fast wie auf der Gokartbahn." Im Stadtverkehr müsse man da höllisch aufpassen, nicht bei jedem Blitzer erwischt zu werden, fügt der mit einem Augenzwinkern hinzu.

Mit mehr als 100 BMW-Händlern aus ganz Frankreich ist Bourbonneux, der in Paris für den Aufbau des i3-Vertriebsnetzes im Land zuständig ist, gestern nach Leipzig gekommen. In einer zweitägigen Schulung sollen sie für den bevorstehenden Verkaufsstart des i3 fit gemacht werden. "Die Kollegen waren alle total heiß, sich das hier in Leipzig anzusehen", sagt der 40-Jährige. Angereist seien die meisten noch mit einem Berg von Fragen zum Thema Elektromobilität, das für die meisten ja Neuland sei. "Aber sobald sie das Auto selbst gefahren sind, sind alle nur noch begeistert."

Heute fliegt die Gruppe zurück - genau pünktlich zum Verkaufsstart des i3 im Nachbarland. Denn anders als in Deutschland, wo er erst am Sonnabend zu den Händlern kommt, geht es in Frankreich schon morgen los. "Das ist bei uns immer so", erzählt Bourbonneux. "Wir machen das nie am Sonnabend, sondern immer an einem Donnerstag." Deshalb gehe auch der i3 in Frankreich jetzt zwei Tage früher an den Start.

Schon seit 14. Oktober laufen im Leipziger Werk die Schulungen, berichtet Birgit Wolff (34), die das ganze bei BMW organisiert. "Und zwar für alle BMW-i-Vertragshändler weltweit." Japaner, Chinesen, Russen und auch einige Amerikaner waren schon da. Jeden Tag kommt eine Gruppe mit bis zu 120 Teilnehmern, die dann zwei Tage bleibt. Insgesamt komme man in den fünf Wochen so auf rund 2700 Teilnehmer. Darüber freuen sich auch die örtlichen Hoteliers. Denn die eine Nacht, die die Händler in Leipzig bleiben, verbringen sie im Westin, Steigenberger oder Marriott.

Acht Workshops stehen an den beiden Tagen auf dem Programm, in denen die Händler fit gemacht werden für den Verkauf des für sie ungewohnten Elektro-Flitzers. Wie funktioniert eine Schnellladestation? Wer hilft, wenn unterwegs der Strom ausgeht? "Das sind Fragen, die die Kunden dann auch haben." Und natürlich wird ausgiebig probegefahren. "Wir wollen ja, dass die Händler Feuer und Flamme sind für das Auto."

98 fabrikneue i3 hat BMW dafür abgestellt, alle mit Nummernschildern, die mit "L-I 3" beginnen. In Gruppen à 15 Wagen düsen die Händler gleich zur Begrüßung vom BMW-Werk im Norden der Stadt im großen Bogen über A14 und Landstraßen zur BMW-Niederlassung an der Alten Messe im Süden der Stadt. Zurück geht es dann quer durch die City. Für das echte Gokart-Feeling sorgt danach der Parcours, den BMW auf dem Parkplatz direkt am Werkseingang aufgebaut hat. Im Minutentakt summen die E-Flitzer hier durch die engen Kurven.

Mehr als 200 Helfer hat BMW bei der Schulung im Einsatz. "Und meisten kommen hier aus der Region", berichtet Wolff. Allein 39 Mitarbeiter seien dafür zuständig, die i3-Flotte nach jedem Einsatz zu waschen. "Die Autos sollen ja immer aussehene wie neu. Eben so, wie die Händler sie auch ihren Kunden präsentieren wollen."

Solche Schulungen gebe es zwar seit 2004 für jedes neue Modell, berichtet Wolff. "Aber hier im Werk machen wir das zum ersten Mal." Grund: "Es geht hier ja nicht nur um ein neues Produkt", erläutert Werkssprecher Jochen Müller. "Hier geht es um die gesamte Fertigungskette. Die Händler sollen selbst erleben, wie Nachhaltigkeit im gesamten Fertigungsprozesse funktioniert. So kann der Verkäufer in Los Angeles dann aus erster Hand berichten, wie sich hier in Leipzig die Windräder drehen, um den Strom für die Produktion zu liefern."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.11.2013
Frank Johannsen

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