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BMW investiert 200 Millionen Euro in Leipziger Werk

Karosseriebau und Montage BMW investiert 200 Millionen Euro in Leipziger Werk

Großinvestition in der Messestadt: Der Autobauer BMW will nach eigenen Angaben 200 Millionen Euro in sein Leipziger Werk stecken. Ziel sei unter anderem eine flexiblere Produktion. Die Baumaßnahmen sollen Anfang 2018 beginnen.

Die Produktion eines BMWs im Werk in Leipzig: Der Autobauer will 200 Millionen Euro in den Standort investieren. (Archivbild)

Quelle: Foto: BMW/dpa

Leipzig. Der Autobauer BMW investiert 200 Millionen Euro in sein Leipziger Werk. Mit dem Geld soll die Lackiererei erweitert werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Außerdem sollen der Karosseriebau und die Montage umgebaut werden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) begrüßte den Schritt als „Schub für das Autoland Sachsen“.
Bisher hat der Münchner Autobauer nach eigenen Angaben insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro für den Leipziger Standort ausgegeben. Mit dem nun angekündigten Ausbau stockt BMW seine Investition also um ein knappes Zehntel auf.

Neue Arbeitsplätze sollen in Leipzig aber nicht entstehen, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Das Geld fließe hauptsächlich in hochautomatisierte Bereiche. Die Lackiererei laufe beispielsweise zu 90 Prozent automatisch. Indem aber in die Wettbewerbsfähigkeit investiert werde, sollten auch Arbeitsplätze gesichert werden. Derzeit arbeiten rund 5300 Menschen am Leipziger BMW-Standort.

Die Baumaßnahmen am Werk sollen Anfang kommenden Jahres starten und im Jahr 2020 fertiggestellt werden. Das Werk werde dadurch auf die Produktion künftiger Modellgenerationen vorbereitet, hieß es. Theoretisch könnten künftig auch ganz neue Modelle in Leipzig gefertigt werden, sagte der Sprecher.

Tillich dankbar

„Ich bin BMW für dieses starke Zukunftssignal für das Werk Leipzig dankbar“, erklärte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist wieder ein Schub für das Autoland Sachsen und eine Bestätigung für die gute Arbeit der sächsischen Fachkräfte und Zulieferer. Wir haben in Sachsen in den vergangenen Jahrzehnten ein wirtschaftliches Fundament gelegt, auf dem wir heute stabil wachsen.“

Leipzig sei nicht das einzige Werk, in das BMW investiere, sagte der Unternehmenssprecher. Die Erweiterung sei dennoch ein Meilenstein. „Wir fahren seit mehreren Jahren an der Kapazitätsobergrenze“, betonte der Sprecher. Mit dem Ausbau solle das Werk flexibler werden. Künftig könne dadurch auch das Produktionsvolumen wachsen.

In dem Werk in Leipzig werden nach Unternehmensangaben täglich rund 980 Autos gebaut. Im Produktsortiment sind sieben verschiedene Modelle, darunter die Elekto- und Hybridmodelle i3 und i8. Die Serienproduktion in Leipzig startete am 1. März 2005.

LVZ

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