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Belasteter Wein aus Sachsen: Winzer schätzt Schaden auf rund 100.000 Euro

Lebensmittelskandal Belasteter Wein aus Sachsen: Winzer schätzt Schaden auf rund 100.000 Euro

Tausende Liter Goldriesling und Müller-Thurgau müssen vernichtet werden. Nun äußert sich die betroffene Kellerei öffentlich. Die Winzer fürchten um den guten Ruf des sächsischen Weins.

(Symbolfoto)

Quelle: Lars Müller

Diesbar-Seußlitz. Der Fund von mit Pflanzenschutzmitteln belastetem Wein schlägt weiter Wellen: Nun hat sich die betroffene Kellerei aus Diesbar-Seußlitz (Landkreis Meißen) zu Wort gemeldet. „Es handelt sich ausschließlich um Trauben, die wir von einem Lieferanten zugekauft haben“, sagte Carola Ulrich von der Weinkellerei Jan Ulrich am Freitag. Demnach seien 9000 Liter Müller-Thurgau sowie 4000 Liter Goldriesling mit Rückständen des im Weinbau verbotenen Pflanzenschutzmittels Dimethoat belastet. Die Bestände müssen vernichtet werden.

Den entstandenen Schaden beziffert das Weingut auf rund 100.000 Euro. Die Kosten sollen dem Lieferanten in Rechnung gestellt werden. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet.

„Das ist ein Imageschaden nicht nur für uns, sondern für ganz Sachsen“, so Carola Ulrich. Das Gut lässt nun alle zugekauften Weine untersuchen. Für das eigene Weingut bewirtschaftet die Winzerfamilie knapp 13 Hektar Rebfläche. „Da machen wir alles selbst, auch den Pflanzenschutz.“ Für die Kellerei lieferten jedoch mehr als 80 Hobbywinzer aus der Region an. Einer der Betriebe soll die kontaminierten Trauben geliefert - Berichten zufolge aber nicht selbst gespritzt haben. Den Pflanzenschutz soll ein Mitglied der Winzergenossenschaft Meißen übernommen haben.

Bei mehr als 1500 Mitgliedern sei schwer festzustellen, wer das Mittel verwendet habe, so ein Sprecher der Winzergenossenschaft. Er verwies darauf, dass die Genossenschaft jedes Jahr zahlreiche Angebote zum Thema Pflanzenschutz mache und im Vorjahr mehr als 500 Winzer geschult habe. Wer die Mittel wie einsetze, könne nicht kontrolliert werden. Erste Ergebnisse hätten auch bei der Winzergenossenschaft auf belastete Weine im Jahrgang 2015 hingewiesen. Die Untersuchungen dazu laufen noch. Zuvor hatte der Weinbauverband Sachsen die Winzer im Freistaat zu freiwilligen Kontrollen aufgerufen.

Nach Angaben des Landratsamts geht auch von belastetem Wein keine unmittelbare Gesundheitsgefahr aus. Das Mittel Dimethoat darf im Obstanbau, nicht aber im Weinbau verwendet werden.

LVZ

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