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Bieterkrimi um Leipziger Gasversorger VNG geht in eine neue Runde

Vorentscheidung Bieterkrimi um Leipziger Gasversorger VNG geht in eine neue Runde

Am Montag fällt eine Vorentscheidung über die Zukunft der Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG). Im Kampf um die Mehrheit am gemessen am Umsatz (zehn Milliarden Euro) größten ostdeutschen Konzern wird der Leipziger Stadtkonzern LVV nach Informationen der LVZ ein Angebot abgeben.

Das Gebäude der Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG).

Quelle: Archiv

Leipzig. Am Montag fällt eine Vorentscheidung über die Zukunft der Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG). Im Kampf um die Mehrheit am gemessen am Umsatz (zehn Milliarden Euro) größten ostdeutschen Konzern wird der Leipziger Stadtkonzern LVV nach Informationen der LVZ ein Angebot abgeben.

Die LVV will den Oldenburger Energieversorger EWE als Mehrheitsaktionär ablösen, um die Zukunft des Erdgasunternehmens dauerhaft in Sachsen zu sichern. Allerdings deuten die Signale darauf hin, dass die Niedersachsen das Angebot als unzureichend ablehnen werden.

Die Nordwestdeutschen haben vor 16 Monaten die Mehrheit an VNG errungen. Damals verkaufte die Kasseler BASF-Tochter Wintershall ihren 16,79-Prozent-Anteil an VNG für 320 Millionen Euro an EWE. Die Gesellschaft baute damit ihre Beteiligung auf 63,69 Prozent aus, konnte aber nicht durchregieren, da ostdeutsche Stadtwerke, angeführt von der LVV, mit ihrer Sperrminorität von 25,79 Prozent wichtige Entscheidungen blockieren können. Zudem hat die kommunale Seite gemeinsam mit den Arbeitnehmern die Mehrheit im Aufsichtsrat. Weshalb EWE über eine Veräußerung verhandelt. Wobei die Oldenburger einen kommunal geprägten Erwerber bevorzugen würden.

Kein Wunder, schließlich halten an EWE ebenfalls Kommunen die Mehrheit. In Kürze baut der Versorger seine Majorität aus. EWE hat für 230 Millionen Euro den 10,52-Prozent-Anteil von Gazprom an VNG übernommen. Die VNG-Hauptversammlung muss dem Geschäft noch zustimmen; da EWE schon jetzt die Mehrheit hat, ist dieses nur Formsache. Ähnliches gilt für das noch einzuholende Votum des Bundeskartellamtes.

Erschwert wurden die Verhandlungen zwischen Leipzig und EWE durch einen bekannt gewordenen Brief des VNG-Vorstandes an die Belegschaft. Darin wurde ein strikter Sparkurs angekündigt und betont, dass der Gewinn in den nächsten Jahren erheblich geringer ausfallen werde als 2014 mit 221 Millionen Euro. Das macht es der städtischen Seite, die vom australischen Finanzinvestor Macquarie unterstützt wird, deutlich schwieriger, den VNG-Erwerb wie geplant aus der Ausschüttung zu refinanzieren.

Deshalb dürfte die Kaufofferte bei ungefähr 1,1 Milliarden Euro liegen. In den Büchern bei EWE steht die VNG-Beteiligung einschließlich der Gazprom-Aktien aber mit 1,5 Milliarden Euro. Nach LVZ-Informationen hat der EWE-Aufsichtsrat kürzlich bekräftigt, dass bei einem Verkauf genau dieser Preis zu erzielen sei. Weshalb es wahrscheinlich ist, dass EWE die Leipziger Offerte nach pflichtgemäßer Prüfung ablehnen wird.

Noch keine Entscheidung ist gefallen, zu welchem Preis die LVV die 4,21-prozentige Beteiligung der Stadtwerke Erfurt an VNG übernehmen wird. Ende Juli wird der Gutachter seine mehrfach verschobene Bewertung vorlegen. Dann hat die LVV bis Mitte September Zeit, sich zu entscheiden.

Erfurt rechnet früheren Berichten zufolge mit einem Erlös von 80 Millionen Euro. Abzüglich der Verbindlichkeiten blieben dann 30 Millionen Euro in der Kasse der Stadtwerke. Leipzig war dem Vernehmen nach bislang bereit, rund 60 Millionen Euro zu zahlen. Ob das nach der nach unten korrigierten Bewertung auch noch gilt, ist fraglich. Es ist angesichts der VNG-Gewinnwarnung fraglich, ob Erfurt die 80 Millionen Euro tatsächlich erzielen kann. Sollten die Ost-Kommunen von ihrem Vorkaufsrecht keinen Gebrauch machen, gilt es als sicher, dass EWE die Anteile erwerben wird. Dann wäre die Sperrminorität der Ost-Kommunen gebrochen, EWE könnte beim Leipziger Erdgasgroßhändler durchregieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2015

 
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