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Blendende Aussichten für Leipzig: Forscher sagen mehr als 20.000 neue Jobs voraus

Blendende Aussichten für Leipzig: Forscher sagen mehr als 20.000 neue Jobs voraus

Steigende Einwohnerzahlen und ein starkes Wirtschaftswachstum haben Leipzig in einem aktuellen Städteranking in die Spitzengruppe unter deutschen Metropolen katapultiert.

Leipzig. Bei der am Montag veröffentlichten Wirtschaftsperspektiven-Studie des Bad Homburger Feri-Instituts landete die Messestadt auf Platz vier – und damit erstmals unter den Top Ten.

„Der Standort Leipzig wird aus wirtschaftlicher Sicht immer attraktiver“, sagte Studienleiter Manfred Binsfeld gegenüber LVZ-Online. Für das Ranking waren im Auftrag des Magazins Capital die Wirtschaftsaussichten von 60 deutschen Städten bis 2017 untersucht worden.

Die Pleißemetropole ist in diesem Jahr der große Gewinner der seit 2001 zweijährlich durchgeführten Prognose. Um 45 Plätze kletterte Leipzig in der vergangenen Dekade nach oben, allein um 15 in diesem Jahr. Auch Dresden (Platz 6) und Jena (Platz 10) machten enorme Sprünge nach vorne und landeten zusammen mit Leipzig erstmals unter den besten zehn. Berlin konnte zwar ebenfalls neun Plätze gutmachen, kam jedoch nur auf den 22. Rang

Studienleiter Binsfeld erklärt das gute Abschneiden der Messestadt vor allem mit dem überraschend starken Bevölkerungswachstum. In den vergangenen fünf Jahren sei Leipzig um 0,7 Prozent auf mehr als 520.000 Einwohner gewachsen, während andere deutsche Städte eher stagnieren würden. „Die Zuwächse kommen nicht nur aus Ostdeutschland sondern auch aus Westdeutschland. Das spricht dafür, dass der Standort sehr attraktiv ist“, so Binsfeld. So würden sich beispielsweise auch immer mehr Studenten aus den neuen Bundesländern für ein Studium in der Messestadt entscheiden.

Mehr als 20.000 neue Jobs in den nächsten Jahren

Zudem habe die sächsische Metropole in den letzten fünf Jahren eine außergewöhnlich positive wirtschaftliche Entwicklung hingelegt. „Speziell bei unternehmensnahen Dienstleistungen wie Unternehmensberatung, IT, Forschung und Entwicklung hat Leipzig deutschlandweit ganz klar die Nase vorn“, erklärte Binsfeld. Mit einem Jobplus von fast 40 Prozent hängt Leipzig sogar die drei attraktivsten deutschen Städte Hamburg, München und Frankfurt ab. Durch die Großansiedlungen der Autohersteller BMW und Porsche sowie von Logistikunternehmen wie DHL habe sich zudem ein „ausgewogenes Branchenverhältnis“ entwickeln können.

Bei den Arbeitslosenzahlen ist Leipzig jedoch weiterhin Schlusslicht in Sachsen. Im Juli waren 49.362 Menschen im Agenturbezirk ohne Job, was einer Quote von 12,4 Prozent entspricht. Im Vorjahresmonat waren es noch 13,4 Prozent. Alleine in der Stadt Leipzig sind derzeit 34.480 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 13,2 Prozent.

Für die nächsten Jahre prophezeien die Forscher der Messestadt jedoch blendende Aussichten. Setzt sich der Trend fort, würden bis 2017 etwa sieben Prozent neue Arbeitsplätze entstehen – was rund 21.500 Jobs entspricht. Auch die Kaufkraft werde sich um etwa ein Zehntel erhöhen, auch wenn die absoluten Zahlen noch deutlich unter denen westdeutscher Städte liegen. „Insgesamt ist Leipzig für die nächsten Jahre sehr gut aufgestellt“, meint Binsfeld.

Rathaus sieht Strategie und Arbeit bestätigt

Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) sieht im Ergebnis der Studie eine Bestätigung der bisherigen Arbeit im Rathaus. Die Messestadt habe mit einer langfristigen Strategie die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. „Die hervorragende Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte, schnelles Verwaltungshandeln und die gute Vernetzung mit der Forschungslandschaft haben hierzu beigetragen“, sagte Albrecht. Auch künftig solle jedem Investor ein höchstes Maß an Servicequalität geboten werden.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) betonte, dass sich Leipzig bereits jetzt durch eine besondere Dynamik auszeichnet. Das nun veröffentlichte Ranking belege, dass es sich dabei nicht um ein Strohfeuer handele. „Dies ist ein klares Signal an potenzielle Investoren, nach Leipzig zu kommen und zugleich eine hervorragende Werbung für den Wirtschaftsstandort Leipzig“, sagte Jung. Die Stadt sei auf dem richtigen Weg.

Robert Nößler / maf

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