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Blockade von Braunkohle-Kraftwerk für beendet erklärt

Protest in der Lausitz Blockade von Braunkohle-Kraftwerk für beendet erklärt

Das Protestbündnis „Ende Gelände“ hat die Blockade des Braunkohlekraftwerks Schwarze Pumpe nach eigenen Angaben beendet. Die Umweltaktivisten hatten rund 24 Stunden lang die Versorgung des Kraftwerks mit Kohle unterbrochen.

Mit Gleisblockaden hatten die Umwektaktivisten die Kohle-Versorgung des Kraftwerks abgeschnitten.

Quelle: dpa

Welzow. Das Protestbündnis „Ende Gelände“ hat die Blockade des Braunkohlekraftwerks Schwarze Pumpe im Süden Brandenburgs nach rund 24 Stunden für beendet erklärt. „Die Massenaktion ist vorbei“, teilte ein Sprecher am Sonntagnachmittag mit. Aktivisten begannen damit, die Schienen zum Meiler wieder zu räumen. „Wir haben unsere politischen Ziele erreicht“, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Einzelne Braunkohlegegner verharrten zunächst noch an Ort und Stelle.

In dem Braunkohlerevier in der Lausitz hatten Umweltaktivisten mit einer Gleisblockade zuvor den Betrieb des Kraftwerks Schwarze Pumpe durcheinandergebracht. Das Bündnis teilte mit, Schwarze Pumpe erzeuge nur noch 20 Prozent seiner gewöhnlichen Leistung und bezog sich damit auf Zahlen der Leipziger Strombörse vom Samstagabend. Vattenfall machte dazu auf Nachfrage keine Angaben.

Der Betreiber Vattenfall drosselte nach eigenen Angaben die Kapazität und forderte am Sonntag erneut ein Eingreifen der Polizei gegen die Gleisbesetzung an dem Kohlemeiler. Schwarze Pumpe versorgt die nahen Städte Spremberg in Brandenburg und Hoyerswerda in Sachsen mit Fernwärme.

Mehr als 130 Umweltaktivisten, die das Betriebsgelände des Lausitzer Braunkohlekraftwerks Schwarze Pumpe gestürmt hatten, kommen inzwischen nach und nach wieder auf freien Fuß. Sie würden schrittweise aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Die Teilnehmer der Protestaktion „Ende Gelände“ waren am Samstag wegen des Vorwurfs des schweren Landfriedensbruchs vorläufig festgenommen worden.

Woidke: „Meinungsfreiheit dürfen aber nicht missbraucht werden“

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke warf den Braunkohlegegnern wie Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (beide SPD) Gewalttätigkeit vor. „Jeder hat das Recht, seine Meinung und auch seinen Protest auszudrücken. Demonstrations-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit dürfen aber nicht missbraucht werden. Wenn Aktionen in Gewalt und Nötigung umschlagen, ist eine rote Linie erreicht“, sagte Woidke.

Zu dieser Kritik sagte die „Ende Gelände“-Sprecherin, bei einer „Massenaktion zivilen Ungehorsams“ müssten wenn nötig auch Zäune überwunden werden. Dass der Zaun des Kraftwerks Schaden genommen habe, bedauere sie. „Uns ist vor allem wichtig, dass es keine Gewalt gegen Menschen gibt.“

Am Freitag hatten die Protestaktionen in der Nähe von Cottbus begonnen, tags darauf kam es zu den Gleisblockaden. Die Proteste sind Teil der weltweiten Aktionsreihe „#breakfree2016“, die sich gegen die Nutzung fossiler Rohstoffe wie Kohle und Öl richtet.

LVZ

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